Industrie- und Gewerbepark Frauenaurach
Das Großkraftwerk Franken II (GFA II) wurde im Rahmen der Anpassung von Kraftwerkskapazitäten durch die Fa. E.ON Energie AG im Mai 2001 stillgelegt.

Um das dauerhafte Brachfallen dieses ca. 33 ha großen, „industriell“ geprägten Standortes, der im Einzelnen über
- Straße
über die Kraftwerkstraße ist das Gebiet unmittelbar an die Staatsstraße 2244 angeschlossen, die eine überörtliche Verbindung zwischen der Erlanger Innenstadt und der Anschlussstelle „Frauenaurach“ der Bundesautobahn (BAB) 3 Nürnberg – Würzburg bildet,
- Schiene
der Standort verfügt über einen Gleisanschluss und ist im Weiteren an das Netz der Deutschen Bahn AG angeschlossen,
- Wasser
der Standort verfügt über eine eigene Kaianlage einschl. Wendebecken am Main-Donau-Kanal, über den der Umschlag von Waren und Gütern unmittelbar möglich ist,
hervorragend verkehrlich erschlossen ist, zu vermeiden, ist dessen grundlegende städtebauliche Neuordnung notwendig. Dieser Aufgabe stellt sich die Stadt Erlangen gemeinsam mit der Eigentümerin.
Vor diesem Hintergrund stellt der seit 20.09.2007 rechtsverbindliche Bebauungsplan Nr. 289 für das ehem. GFA II eine geeignete Maßnahme dar, um sowohl eine sinnvolle Nachfolgenutzung durch die Entwicklung von gewerblich-industriellen Baugrundstücken als auch gleichzeitig eine ökologische Aufwertung der in der Regnitzaue gelegenen Flächen zu ermöglichen.
Im Einzelnen werden folgende städtebauliche Ziele verfolgt:
- Baugebiete
Es werden als Gewerbegebiet – GE gemäß § 8 BauNVO und als Industriegebiet – GI gemäß § 9 BauNVO in der Summe von insgesamt ca. 17,8 ha Nettobauland und eine Fläche für Versorgungsanlagen mit Zweckbestimmung Heizwerk gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 12 BauGB für die EStW AG mit ca. 0,6 ha Nettobauland entwickelt.
- Verkehrserschließung / Verkehrsanbindung
Im Rahmen der Erschließung des Plangebietes wird sowohl der verkehrsgerechte Umbau der Einmündung Sylvaniastraße / Kraftwerkstraße als auch der Lückenschluss des Rad- und Wirtschaftswegenetzes entlang des Main-Donau-Kanals und der Regnitzaue erfolgen.
- Ökologische Maßnahmen
Mit der Beseitigung sämtlicher Bauwerke im Bereich der Regnitzaue, der teilweisen Öffnung der Hochwasserleitdämme und einhergehender diverser Ausgleichsmaßnahmen erfahren die Flächen in der Regnitzaue eine deutliche ökologische Aufwertung unter Beibehaltung wichtiger, das Landschaftsbild prägender Merkmale (Eingrünung Hangkante u.a.).
Bebauungsplan Nr. 289 - Planausschnitt

Stand der Umsetzung:
- Ansiedlung der Fa. Triba und Erlas mit ca. 150 Arbeitsplätzen
- Durchführung der verkehrlichen und abwassertechnischen Erschließung in 2008