Erlangen hat die dritthöchste Kaufkraft der deutschen Großstädte
Erlangen belegt mit 21.090 Euro bei der Kaufkraft den 3. Platz unter den Großstädten in Deutschland. Nur in München und in Bergisch Gladbach ist mit 21.884 Euro bzw. 21.251 Euro die Kauftkraft höher. Unter den 439 Stadt- und Landkreisen in Deutschland liegt der Hochtaunuskreis mit 23.058 Euro pro Einwohner ganz vorn. Ihm folgen die Landkreise Starnberg und München. Das ergibt die Studie Kaufkraft-Kennziffern 2006 der GfK Marktforschung.
Das gesamte für das Jahr 2006 prognostizierte verfügbare Einkommen der Verbraucher in Deutschland, das heißt ihr Nettoerwerbseinkommen einschließlich staatlicher Transferleistungen, beträgt 1.369 Milliarden Euro. Damit bezieht jeder Bundesbürger - ob Kleinkind, junger Erwerbstätiger oder Rentner - in diesem Jahr im Durchschnitt 16.606 Euro Einkommen, das ihm für Lebensunterhalt und Konsum zur Verfügung steht.
Die im verfügbaren Einkommen zum Ausdruck kommende Kaufkraft in Deutschland variiert regional sehr stark. Die Spitzenposition unter den deutschen Großstädten hält die bayerische Hauptstadt München mit einem verfügbaren Einkommen von 21.884 Euro pro Einwohner und Jahr. Es folgen Bergisch Gladbach mit 21.251 Euro sowie die Universitätsstadt Erlangen mit 21.090 Euro. Damit liegt das Einkommensniveau in München um 31,8 Prozent, in Bergisch Gladbach um 27,9 Prozent und in Erlangen um 27,0 Prozent über dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 16.606 Euro. Die Liste der ersten 10 wird durch die Städte Düsseldorf, Stuttgart, Wiesbaden, Bonn, Mainz, Darmstadt und Mülheim an der Ruhr ergänzt. Berlin nimmt mit 16.874 Euro Platz 49 ein. Die Stadt Nürnberg rangiert auf Platz 29 unter den deutschen Großstädten. Sie liegt mit einem verfügbaren Einkommen von 18.020 Euro 8,5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
Unter den ostdeutschen Großstädten rangiert Potsdam an erster Stelle. Mit einem verfügbaren Einkommen pro Einwohner und Jahr von 15.639 Euro liegt ihre Kaufkraft 5,8 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Ihr folgen die Städte Jena mit einer mittleren Einkommenshöhe von 14.806 Euro und Dresden mit einer von 14.722 Euro.
Die Spitzenposition unter den Landkreisen nimmt der Hochtaunuskreis ein. Mit 23.058 Euro verfügbarem Einkommen pro Einwohner, das sind knapp 39 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt, führt der nördlich von Frankfurt am Main gelegene Landkreis die Rangliste der Landkreise an und ist außerdem die einkommensstärkste Gemeinde Deutschlands. Die bayerischen Landkreise Starnberg und München folgen mit 36,5 Prozent beziehungsweise 33,3 Prozent mehr Kaufkraft als der Durchschnitt. Unter den ostdeutschen Landkreisen ist die Kaufkraft im Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 15.139 Euro am höchsten - liegt aber dennoch 8,8 Prozent unter dem gesamtdeutschen Mittelwert.