So geht's

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Abfallberatung im Bereich von Mehrfamilienhäusern



Wie kann systematisch vorgegangen werden, um die Situation an konkreten Objekten zu verbessern?

Abfallgebührenstruktur in Erlangen als Basis

Die Abfallgebühren sind in Erlangen so gestaltet, dass die Höhe der Gebühren mit dem Volumen der angemeldeten Restmüllgefäße gekoppelt ist. Damit ist eine gewollte Wirkung verbunden, nämlich dass sorgfältige Mülltrennung auch finanziell belohnt wird. Genaueres hierzu finden Sie in dem Artikel "Abfallbehälter und Gebühren"

Eine nicht beabsichtigte, aber doch häufiger zu beobachtende Wirkung ist jedoch auch, dass ein Anreiz besteht, den Müll in andere, zwar den eigenen Geldbeutel schonende, aber nicht korrekte Wege gehen zu lassen. Damit gemeint sind zum Beispiel (1) das Befüllen fremder Restmüllgefäße,

(2) die Ablagerung von Müll in öffentlichen Papierkörben oder Flächen (z. B. neben Containeriglus) oder

(3) das "Entsorgen" von Restmüll in Wertstoffsammelsystemen.

 

Unterschiedliche Einstellungen zum Thema "Mülltrennung"

 

Es gibt Menschen, für die gute und korrekte Mülltrennung "Ehrensache" ist. Personen mit einer solchen Einstellung informieren sich aus eigenem Antrieb, so dass eine gute Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und solchen Bürgern selbstverständlich ist. Der weitaus größere Teil der Menschen interessiert sich allerdings nicht oder nur sehr am Rande für Fragen zum Thema Abfallwirtschaft und erwartet, dass er seine Abfälle so unkompliziert wie möglich loswerden kann. Für solche Menschen muss das Angebot einfach und effektiv sein, so dass vor jeder Entsorgungshandlung nicht erst ein aufwendiger Denkproszess notwendig wird. Beiden Menschentypen wird das Erlanger System weitgehend gerecht.

Gestaltung von Müllplätzen

Zunächst ist eine optimale und an das tatsächliche Verhalten der Nutzer angepasste Gestaltung von Abfallcontainerplätzen an den Wohnhäusern Voraussetzung für ein funktionierendes System (siehe auch Abfallcontainerstellplätze an Wohnhäusern). Viele Hausverwaltungen haben sich in den letzten Jahren sehr bemüht und in die Gestaltung der Abfallcontainerstandorte einiges an Geld und Gestaltungsaufwand investiert. An zahlreichen Mehrfamilienhäusern finden sich umrahmte Containerstellplätze, die teilweise auch absperrbar sind, um dem eingangs beschriebenen Verhalten ungerechtfertigter Mitbenutzung fremder Müllentsorgungsplätze entgegegenzuwirken.

 

 

 

 

Nutzerverhalten und die sichtbaren Folgen an Müllplätzen von Mehrfamilienhäusern

 

Auch ein optisch gut gestalteter Müllplatz muss so genutzt werden, dass die Sammelsysteme funktionieren und der Standort sauber bleibt.

MFH Containerstandort

Es muss ein Mindestmaß an Pflege und Reinigung erbracht werden. Wenige Nutzer, die sich nicht an die Regeln halten, können das äußere Erscheinungsbild dauerhaft stören. Zu nennen sind hier zum Beispiel zum falschen Zeitpunkt abgelegte gelbe Säcke oder neben den Gefäßen abgelagerte Abfälle.

Containerplatz 3

 

Abfallberatung im Mehrfamilienhausbereich

Wenn es zu Problemen mit der Mülltrennung oder dem äußeren Erscheinungsbild eines Containerstandortes kommt, ist schnell eine sich selbst verstärkende negative Dynamik ausgelöst, die in der Folge zu einer zunehmenden Verwahrlosung führen und bei vielen Menschen mit zunächst positiver Einstellung zur Mülltrennung Ablehnung erzeugen kann. Deshalb ist es wichtig, bei Problemen einen Blick für die Ursachen und deren Lösungsmöglichkeiten zu bekommen. Das wiederum setzt eine gute Kenntnis des Erlanger Abfallwirtschaftssystems voraus und eine gewisse Erfahrung im Deuten der vorgefundenen "Spuren". 

In einer systematischen Analyse kann nach dem nachfolgend gezeigten Schema vorgegangen werden. Ein ganz wesentliches Element ist immer die Information der Bewohner einer Wohnanlage über die Konsequenzen bestimmter Verhaltensweisen, sei es einer Anpassung der Nebenkosten wegen eines veränderten Reinigungsaufwandes des Standortes oder einer an das Mülltrennungsverhalten angepassten Containerzusammensetzung ebenfalls mit Konsequenzen für die Höhe der Müllgebühr. Eine Analyse des Ist-Zustandes mit dem Ziel einer Veränderung in einer positiven Richtung muss mit einer kontinuierlichen Beobachtung der weiteren Entwicklung verbunden sein. Deshalb reicht es keinesfalls aus, wenn ein Berater der Stadtverwaltung eine oder mehrere Schwerpunktaktionen macht, sondern die Initiative muss von der Hausverwaltung zusammen mit den Bewohnern ausgehen, die vom Berater der Stadtverwaltung unterstützt und begleitet werden kann. Hilfestellungen kann es auch geben in der Bereitstellung von Informationsmaterial und bei der Gestaltung von Hinweistafeln und Anschreiben an die Bewohner. Hausverwaltungen oder Bewohner von Mehrfamilienhäusern, die hier Verbesserungsbedarf erkennen, können sich an den zuständigen Berater wenden und abklären, ob und in welcher Form eine Beratungsaktion sinnvoll ist.

Analyseschema

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© 2012 Stadt Erlangen
Datum: Samstag, 26. Mai 2012
URL:
http://www.erlangen.de/de/desktopdefault.aspx/tabid-107/190_read-7352/norobotindex-1/