Aus Anlass der Stadtratssitzung am Donnerstag hat Oberbürgermeister Siegfried Balleis noch einmal zu den Protesten gegen den Mobilfunkmast in Eltersdorf Stellung genommen. Er unterstrich wie schon Bauaufsichtsamtschef Jan von Lackum, dass die Stadt keinerlei rechtlichen Handlungsspielraum habe, den Mast zu verbieten oder eine Aufstellung an einem anderen Ort zu erzwingen.
Aufgrund der von vielen Bürgern geäußerten Bedenken wegen einer möglichen Strahlenbelastung hatte die Stadt das bürgerschaftliche Anliegen noch einmal in rechtlicher wie umwelttechnischer Hinsicht geprüft und über die Ergebnisse in einer Abendveranstaltung am vergangenen Dienstag in der Grundschule Eltersdorf informiert. Das Ergebnis: Die Stadt würde rechtswidrig handeln und sich damit auch schadensersatzpflichtig machen, wenn sie dem Betreiber des Mobilfunkmastes die Nutzung untersage. Die vom Umweltamt gemeinsam mit Experten durchgeführte Prüfung der Strahlenbelastung ergab, dass die von der Stadt Erlangen angestrebten zehnmal strengeren Schweizer Grenzwerte nicht nur eingehalten, sondern sogar teilweise unterschritten wurden.
In einer Pressemitteilung des Rathauses bat Balleis im übrigen noch einmal darum, bei aller Besorgnis der Bürgerinnen und Bürger die Auseinandersetzung sachlich zu führen. Umso mehr dankte Balleis all denen, die sich um eine Klärung auf sachlicher Ebene bemühen.