Beratung für Suchtgefährdete und -abhängige
Die Mitarbeiter der Drogen- und Suchtberatung stehen als Ansprechpartner in jeder Phase einer Suchtentwicklung zur Verfügung . Es kann dies eine stoffgebundene Abhängigkeit oder Gefährdung sein wie z.B. Alkohol, illegale Drogen, Medikamente oder stoffungebundene Abhängigkeiten wie Spielsucht, Essstörungen u.ä. In der Regel gibt es einen unmittelbaren Anlass, der Angehörige oder Selbstbetroffene in die Beratungsstelle führt. Ein häufiger Anlass ist z.B. der Führerscheinentzug wegen Alkohol oder Drogen und die damit verbundene Erfahrung, dass ab einer bestimmten Alkoholisierung oder dem Nachweis von konsumierten Drogen die Führerscheinstelle "Zweifel an der Fahreignung" ausspricht. In vielen Fällen wird dabei vom Vorliegen eines Suchtproblems ausgegangen. Andere Anlässe sind der drohenden Verlust des Arbeitsplatzes und die damit verbundene Auflage vieler Firmen an den Mitarbeiter Suchtberatung und/oder Suchttherapie nachzuweisen. Ein weiterer Grund sind Auflagen, die von Schulen verhängt werden, wenn der Verdacht entstanden ist, dass ein Schüler Kontakt mit illegalen Drogen hatte oder im Übermaß Alkohol konsumierte. Zu uns kommen auch Ratsuchende, die immer mehr Zeit mit ihrem Computer, entweder mit Spielen oder im Internet, verbringen und ihr sonstiges Leben nicht mehr regeln können.
Das Angebot der Drogen- und Suchtberatung beinhaltet zunächst ein ausführliches Klärungsgespräch mit Betroffenen oder Angehörigen oder beiden gemeinsam. Am Ende dieses etwa einstündigen Gespräches erhält der Klient eine erste Rückmeldung mit einer Einschätzung der vorliegenden Problematik und Behandlungsvorschläge. Auf der Basis der Freiwilligkeit kann eine weitere Beratung oder Therapie erfolgen. Bei noch nicht vorhandener Behandlungsmotivation ist auch eine Suchtbegleitung im Sinne der Schadensbegrenzung und der Motivation für eine spätere Behandlung möglich. Eine Besonderheit stellt unser Angebot der externen Suchtberatung in der JVA Erlangen dar. Es handelt sich dabei um ein aufsuchendes Angebot, das fest in die Justizvollzugsanstalt integriert ist. Das Angebot richtet sich an Inhaftierte, die Informationen über Suchtverlauf, Krankheitsbildung und Hilfsmöglichkeiten suchen. Dauer und Schwerpunkte der Beratung hängen von der individuellen Problematik ab. Wichtige Inhalte im Beratungsprozess sind die Erarbeitung einer Problemeinsicht in die eigene Situation und Motivationsarbeit bezüglich einer Änderungsbereitschaft. Im Rahmen der sozialtherapeutischen Behandlung in der JVA Erlangen kann die Suchtberatung einen wichtigen Baustein für ein späteres straffreies Leben darstellen. In der Regel ist die Abstinenz das angestrebte Ziel.
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