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Standortranking: Bei Technologie und Talenten einsame Spitze



Ein neues Standortranking, das die ökonomischen Stärken und Möglichkeiten in den verschiedenen Regionen Deutschlands auszuweisen versucht, sieht Erlangen einmal mehr an der Spitze.

Die fränkische Medizin- und Universitätsstadt rangiert dabei sogar mit den vier Millionenmetropolen auf Augenhöhe. „In zwei von drei Teilindizes (Technologie- und Talentindex) liegt die Hugenottenstadt mit großem Abstand vorne und hat sogar die Landeshauptstadt München hinter sich gelassen“, zeigte sich Erlangens Oberbürgermeister Siegfried Balleis sehr erfreut. Beim Talentindex muss sich die Landeshauptstadt neben Erlangen auch noch der Partnerkommune Jena sowie den Städten Stuttgart und Heidelberg geschlagen geben.

Die Wettbewerbsfähigkeit von Städten und Kreisen wird sich künftig daran messen, ob sie qualifizierte Fachkräfte an sich binden können. Das Mühlheimer Beratungs- und Planungsunternehmen agiplan GmbH hat dazu für alle kreisfreien Städte und Landkreise in Deutschland den TTT-Index errechnet, der sich an der Untersuchungsmethodik des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Richard Florida orientiert. Florida geht davon aus, dass die Technologiekompetenz einer Region ebenso wie die Ausstattung mit Talenten wesentliche Elemente für deren Wettbewerbsfähigkeit darstellen. Aber erst ein tolerantes Milieu, das dem Einzelnen ermöglicht, seine Individualität mitunter abseits des „Mainstreams" auszuleben, sowie ein internationales Flair, führen dazu, dass eine Stadt ein urbanes offenes Klima entwickelt, das kreative Menschen anzieht, so die These Floridas.

Die drei T´s gingen jeweils zu einem Drittel in die Studie ein. Das erste T steht für den Technologieindex und damit für die wirtschaftliche Entwicklung in Technologiebranchen und das technische Innovationspotential. Das zweite T zeigt als Talentindex, wie hoch der Anteil der kreativen Beschäftigten und Erwerbspersonen ist. Das dritte T misst als Toleranzindex die Offenheit von Standorten und legt den „Gay Index“ zugrunde.

Die komplette Studie ist im Internet (www.agiplan-gmbh.de) nachzulesen.

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