Bürgerbefragung "Leben in Erlangen 2012"
Leben in Erlangen – Befragung der Bürgerinnen und Bürger 2012
Die Statistik-Abteilung der Stadt Erlangen führt gerade die neunte Bürgerbefragung durch. Alle Personen, die bisher noch nicht geantwortet haben, wurden noch einmal angeschrieben. Ziel dieser Befragung war ein aktuelles und zuverlässiges Bild von den Lebensverhältnissen und Bedürfnissen der Bürger unserer Stadt zu erhalten. Da die Befragung sich an einen kleinen, repräsentativ ausgewählten Personenkreis richtete, ist jede noch ausstehende Antwort wichtig.
Die Stadt ist Dienstleisterin für die Bürgerinnen und Bürger. Für eine gute bürgerorientierte Verwaltung stehen die Wünsche, Bedürfnisse und Prioritäten der Einwohner im Zentrum des Handelns. Um die kommunalen Dienstleistungen stets aufs Neue daran orientieren zu können, hat der Haupt-, Finanz- und Personalausschuss des Erlanger Stadtrats am 18. Oktober 2000 beschlossen, regelmäßig Befragungen durchzuführen.
Die bisherigen Befragungen 2001 bis 2010
Die Erlanger Umfragen sind grundsätzlich schriftliche Befragungen zu mehreren Themen. Die bisherigen Schwerpunkte waren z. B.
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Wohnen, Einkaufen und Busfahren in Erlangen,
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die Bürgerfreundlichkeit der Erlanger Stadtverwaltung,
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die Attraktivität der Volkshochschulkurse
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die sportlichen Aktivitäten der Erlanger.
Die bisherigen Rücklaufquoten lagen zwischen 68,7 und 51,8 Prozent und waren damit für Bürgerbefragungen außerordentlich gut! In den letzten Jahren lag die durchschnittliche Rücklaufquote für schriftliche Bürgerbefragungen in Deutschland bei 44,4 Prozent.
Die Ergebnisse dieser Befragungen wurden in verschiedenen Berichten veröffentlicht. Sie können von der Abteilung Statistik bezogen werden und stehen auch als PDF-Datei zur Verfügung (siehe untenstehenden Link). Die Befunde der Bürgerbefragungen werden an die Stadtspitze, den Stadtrat und seine Ausschüssen und innerhalb der Stadtverwaltung an die betroffenen Dienststellen weitergegeben. Anschließend müssen die Referate berichten, mit welchem Erfolg in ihrem jeweiligen Bereich die erbrachten Anregungen in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden konnten.
Was wird gefragt?
Bei der Zusammenstellung des Fragenprogramms 2012 waren etliche städtische Dienststellen beteiligt. Die Schwerpunkte der Befragung liegen bei Fragen zur Nutzung der neu renovierten Stadtbibliothek im Stutterheim’schen Palais und der Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe in der Innenstadt. Der Seniorenbeirat möchte Informationen über eventuell notwendige zusätzliche Toiletten in der Innenstadt und zum „barrierefreien Wohnen“. Weiterhin geht es um die Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger zur Übernahme eines Ehrenamtes und um das Sicherheitsgefühl in Erlangen. In welchen Wohngebieten sind Störungen der Nachtruhe ein großes Problem? Und schließlich interessiert auch noch das Thema Glück und Zufriedenheit: Wie zufrieden ist man in Erlangen z. B. mit der Gesundheit oder den Wohnverhältnissen?
Wozu werden die Ergebnisse gebraucht?
Die Stadtplaner möchten erfahren, in welchen Teilen der Innenstadt Defizite z. B. bei den Angeboten für Kinder oder für Senioren vorliegen. Die Stadtbibliothek möchte wissen, welche ihrer Leistungen noch verbessert werden könnten. Die Ehrenamtsbeauftragte der Stadt braucht Informationen darüber, in welchen Bereichen ein ehrenamtliches Engagement am häufigsten vorstellbar ist.
Die Besonderheit dieser Umfrage: Eine zusätzliche Innenstadtbefragung
Für die Bewohner der Innenstadt liegt dieses Mal ein zusätzlicher zweiseitiger Fragebogen bei. Für das Stadtplanungsamt ist es besonders wichtig, wie bereits durchgeführte oder geplante Maßnahmen zur Innenstadt-Sanierung von den Bürgerinnen und Bürgern beurteilt werden. Gibt es genügend Informationsmaterial zur Innenstadtentwicklung? Welche Verkehrsprobleme sind in diesem Wohngebiet noch zu lösen?
Eine weitere Besonderheit dieser Umfrage: Fehlerteufel in der Druckerei
Durch den Einsatz einer neuen Druckmaschine in der Druckerei wurden leider in einem Teil der Fragebögen bei den ersten Fragen falsche Zeichen verwendet. Anstelle einzelner Buchstaben befindet sich ein Kästchen. Da die Vorabdrucke korrekt waren und nur ein Teil der Fragebögen betroffen ist, wurde die Panne zu spät bemerkt. Eine Rückholung der betroffenen Fragebögen war nicht mehr möglich. Die Statistik-Abteilung meint, dass die Erlanger Bürgerinnen und Bürger mit dem Problem „sportlich“ umgehen. Sie hält die fehlerhaft gedruckten Fragen mit gutem Willen und Phantasie dennoch für lesbar und hofft auf die Nachsicht und die kombinatorischen Fähigkeiten der Befragten.
Wie wird befragt?
Die Befragungen sollen repräsentativ für alle Erlanger und nicht nur für die Auskunftgebenden sein. Die Auswahl der Zielpersonen erfolgt deshalb nach dem Prinzip der Zufallsstichprobe. Mit dieser Methode wurden für diese Befragung 3.300 Erlangerinnen und Erlanger zwischen dem 18. und dem 80. Lebensjahr ermittelt. Diese Anzahl lässt genügend auswertbare Fragebögen erwarten, um differenzierte Auswertungen nach z.B. Alter, Geschlecht und sozialer Lage berechnen zu können.
Die ausgewählten Personen haben in diesen Tagen den Fragebogen zugeschickt bekommen. Sie werden gebeten, den Fragebogen auszufüllen und im beiliegenden Umschlag wieder an die Stadt zurückzusenden. Die Portokosten übernimmt dabei die Stadt.
Die Beantwortung der Fragebögen ist freiwillig. Jeder ausgewählte Bürger steht stellvertretend für jeweils 31 andere Bürger. Deshalb ist die Stadt auf die Mitwirkung jedes Befragten besonders angewiesen.
Was geschieht mit den Daten?
Als Ergebnisse werden ausschließlich statistische, d.h. zusammengefasste Angaben über die Gesamtheit oder über Gruppen von Personen, Haushalten und z. B. Nutzern der Stadtbibliothek benötigt. Angaben, die auf einzelne Personen oder Haushalte bezogen werden könnten, werden auf keinen Fall weitergegeben. Die Bögen werden unter Verschluss gehalten und nach abgeschlossener Auswertung vernichtet. Die Abteilung Statistik beachtet streng das Statistikgeheimnis und die Mitarbeiter sind besonders zur statistischen Geheimhaltung verpflichtet.