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Herzogenauracher Jugendbeirat informiert sich über Erlanger Jugendparlament



Im Rahmen einer Jugendkonferenz am 15. Juli 2010 wurde in Herzogenaurach die Errichtung eines Jugendparlamentes diskutiert. Als sogenannte Experten war das Erlanger Jugendparlament eingeladen und berichtete über die Erlanger Erfahrungen.

Nachfolgend der Bericht von Valeria Wetsch, Erste Vorsitzende des Jugendparlamentes.

Thema dieser Versammlung war die Partizipation der Jugendlichen in Herzogenaurach. Hierzu wurden die Schulen gebeten, Schüler aus den einzelnen Klassen zu dieser Konferenz zu entsenden, damit sich die Politik und Verwaltung der Stadt Herzogenaurach ein Bild von den Wünschen der Jugendlichen machen kann. Neben dem Herzogenauracher Bürgermeister German Hacker nahm das Erlanger Jugendparlament mit den Mitgliedern Jun Park und Valeria Wetsch sowie Geschäftsführer Robert Hatzold an der Veranstaltung teil. Die Erlanger Gäste sollten den Herzogenaurachern von ihren Tätigkeiten und Erfahrungen im Jugendparlament berichten.

Die Konferenz war wie eine Art World Café mit 5 Thementischen. Gefragt wurde zum Beispiel „Wie viel Zeit würdest du investieren?“ oder „ Was ist ein Jugendparlament bzw. brauchen wir eines?“, diskutiert wurde im 20-Minutentakt. Beim Thema "Brauchen wir ein Jugendparlament" wurden vor allem Fragen über die Tätigkeit und Erfolge des Erlanger Jugendparlamentes gestellt. Jedoch gab es Zweifel, ob man eine Jugendorganisation mit einer politischen Ausrichtung, so wie in Erlangen, haben will. Robert Hatzold machte dabei deutlich, dass sich das Erlanger Jugendparlament durchaus auch mit politischen Themen befasse, als städtische Einrichtung jedoch völlig unabhängig und ohne Parteizwang agiere. Nach einer Pause wurden die Ergebnisse dieser Gruppendiskussionen im Plenum vorgestellt und besprochen. Dabei bot sich auch die Gelegenheit, dem Bürgermeister einige Fragen zu stellen.

Insgesamt war erkennbar, dass Herzogenaurach nach Ansicht der Jugendlichen eine Jugendorganisation braucht – nur in welcher Form diese sein soll, stand noch nicht fest.

Valeria Wetsch

Nachtrag. Nach Aussage der Jungen Union Herzogenaurach Anfang August hat sich der Jugendbeirat der Stadt Herzogenaurch mittlerweile entschieden, kein Jugendparlament einzurichten. Erlangens Jugendparlamentsmitglied Jun Park bedauerte die Entscheidung, Herzogenaurach "hat damit eine Chance, Jugendliche in die Politik einzubinden, vertan".



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