Sanierungsgebiet Erlanger Neustadt und Teile des Quartiers Lorlebergplatz
Eckdaten des Gebietes (Stand 31.12.2004, ohne Eckdaten ehem. Sanierungsgebiet V)
| Sanierungsgebiet seit: |
Oktober 2004 |
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Fläche: |
ca. 72 ha |
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Hugenottenstadt: |
ca. 32 ha |
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Schoßgarten und Universitätsbauten als Teil der Hugenottenstadt: |
ca. 21 ha |
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Quartier Lorlebergplatz |
ca. 19 ha |
| Wohngebäude: |
737 |
| Einzeldenkmale: |
337 |
| Wohnungen: |
3444 |
| Einwohner: |
3861 |
| Ausländeranteil: |
684 / 17,7 % |
| Haushalte: |
2380 |
| Davon Einpersonenhaushalte: |
1655 / 69,5 % |
Die baugeschichtlich auf Markgraf Christian Ernst zurückgehende Erlanger Neustadt stellt einen stadtgeschichtlich und stadtgestalterisch außerordentlich wichtigen Bereich der Erlanger Innenstadt dar. Zusammen mit dem Schloss und dem Schlossgarten ist dieser Stadtteil wohl am meisten stadtbildprägend. Dieser städtebaulichen Rolle steht allerdings ein Rückgang in der ökonomischen Bedeutung (z.B. Lage / Einzelhandel) gegenüber. Aus diesem Grund besteht das Sanierungsziel in einer notwendigen Stärkung der zentralen Funktion der „Neustadt“.
Das Sanierungsziel für das Gründerzeitviertel um den Lorlebergplatz, das sich etwa östlich an die Erlanger Neustadt anschließt, besteht vor allem darin, die erforderlichen Modernisierungsmaßnahmen an den Gebäuden zu initiieren bzw. zu fördern um die innenstadtnahe Wohnfunktion zu erhalten. Von besonderer Bedeutung für die städtebauliche Struktur und Umfeldqualität sind die beiden Plätze „Lorlebergplatz“ und „Zollhausplatz“. Insbesondere der Zollhausplatz zeigt einen mangelhaften Zustand und bedarf dringend der Aufwertung. Im Anschluss an den Zollhausplatz gelegen ist der sogenannte „Museumswinkel“. In dem ehemaligen Produktionsgebäude der Fa. Siemens (Gebbertstraße) soll eine kulturelle Einrichtung entstehen. Die Sanierungssatzung für das gesamte Gebiet wurde 2004 rechtswirksam.
Im Zuge der Aufnahme der Erlanger Innenstadt in das Städtebauförderungsprogramm „Die Soziale Stadt“ wurden die Sanierungsgebiete „Nördliche Altstadt“ und „Erlanger Neustadt und Teile des Quartiers Lorlebergplatz“gemeinsam untersucht und ein gemeinsamer Rahmenplan erarbeitet.
Am 29.07.2010 wurde vom Stadtrat Erlangen beschlossen, das bisherige Sanierungsgebiet V Bereich an der Henkestraße (Fläche ca. 2 ha) durch eine Änderungssatzung in das Sanierungsgebiet Erlanger Neustadt und Teile des Quartiers Lorlebergplatz zu integrieren.
Der Rahmenplan stellt schematisch die Ziele dar

Maßnahmenvorschläge dafür sind:
Bereich Markgrafentheater:
- Aufwertung Vorplatz Redoutensaal und Wasserturmstraße
- Sanierung des Markgrafentheaters
- Umgestaltung Apfelstraße, Halbmondstraße
- Städtebauliche Neuordnung Theaterplatz
- Neubau Kinderhort Loschgeschule
Bereich Bahnhof / Unterführungen
- Goethestraße
- Helmstraße-West
- Dreikönigsstraße
- Unterführung Gerbereitunnel
- Sanierung E-Werk
- Hugenottenplatz Westseite
- Verbesserung der Zugänge / Achsen vom Großparkplatz zur Innenstadt
Bereich Schloßgarten / Universität:
- Aufwertung Umfeld Universitätsbibliothek / Schuhstraße/ Obere Karlstraße
- Betonung der Universitätsstraße als "Wissensachse"
- Umwandlung der Krankenhausstraße in eine durchgängige Achse für Fußgänger und Fahrradfahrer
- Freiraum – und Stellplatzkonzept für Universitätskliniken
- Sanierung des Palais Stutterheim
Bereich Lorlebergplatz/Gründerzeitviertel:
- Umgestaltung von Bismarckstraße und Lorlebergplatz
- Umgestaltung Zollhausplatz / Luitpoldstraße
- Sanierung folgender Gebäude entlang der Kultur- und Geschäftsachse Friedrichstraße:
städtische Sing-und Musikschule, Volkshochschule, Museumswinkel, Frankenhof