Erlanger Straßennamen
Urkundlich taucht Erlangen erstmals 1002 auf. Nach gut 400 Jahren erhält es Stadtrechte
Bei der Gründung der Neustadt (1686) war Erlangen eine übersichtliche Kleinstadt mit ca. 600 Einwohnern. Mit dem Wachstum der Alt- und Neustadt Erlangens mussten schließlich Straßennamen dokumentiert werden.
1745 waren nur 32 Straßennamen belegt. 2002 feierte die Stadt Erlangen ihr 1000-jähriges Bestehen. Heute gibt es ca. 1000 Straßennamen.
Nach einem Beschluss des Stadtmagistrates vom Juni 1874 wurden zu den Straßennamen auch Hausnummerierungen eingeführt. Laut Gemeindeordnung ist die Straßennamensgebung die Aufgabe der Stadtverwaltung.
Die Straßen in Erlangen tragen neben volkstümlichen Namen auch Namen von Persönlichkeiten, die sich in irgend einer Form verdient gemacht haben.
Viele Straßen- und Wegenamen erscheinen im ersten Moment leicht zuzuordnen; überraschender Weise sind sie aber nach anderen Personen benannt, wie z. B. eine Karl-May-Straße in Frauenaurach Richtung Steudach, die nach dem Bildhauer, Maler und Aquarelllisten ( geb. 1884 in Frauenaurach) benannt ist und nicht nach dem Schriftsteller. Die Ohmstraße in Erlangen ist nicht nach Prof. Georg Simon Ohm allein benannt, sondern auch nach den Brüdern Georg Simon und Martin Ohm (1792-1872). ..
Die Namen einiger Straßen sind in Laufe der Jahre immer wieder geändert worden. Es wurden etwa nur Teile oder die ganze Straße umbenannt. Deswegen kommt es vor, dass zu gewissen Zeiten eine Straße mehrere Namen erhielt wie z.B. die Hauptstraße und die Goethestraße.
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Hausnummerierung
Nach Beschluss des Stadtmagistrates vom Juni 1874 wurden zu den Straßennamen auch Hausnummerierungen eingeführt.
In den ältesten Verzeichnissen sind die Einwohner der Erlangen Altstadt nach Stadtvierteln oder in der ungefähren topographischen Abfolge ihrer Anwesen aufgeführt. Zur näheren Lokalisierung der Häuser dienten kommunale (Rathaus, Stadttore) und kirchliche Gebäude (Altstädter Kirche) undGastwirtschaften. Die heutige Hausnumerisierung führt die Abteilung Vermessung im Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung durch.
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Straßennamen in den Stadtteilen
Die elf Erlanger Stadtteile haben jeweils spezifische Namen. Z. B. erhielte die Straßen in demin den 50er und 60er Jahren bebaute Gebiet in Alterlangen Vogelnamen (Amselfeld, Dompfaffstraße, Krähenhorst). In Stadtteil Bruck sind viele Straßen nach Wissenschaftler und Erfindern (Bunsenstraße, Dieselstraße,…) benannt.
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Straßennamen im Nationalsozialismus
Straßenname symbolisierten die gelungene "Machtergreifung" im öffentlichen Raum und verfolgten mit ihrem ideologischen Hintergrund politische Ziele, die weit über die für Erlangen ursprünglich reine Orientierungsfunktion hinausreichten. Bereits im März 1933 verfügte Oberbürgermeister Flierl die Umbenennung der Hauptstraße in Adolf-Hitler-Straße und der Rathenaustraße in Horst-Wessel-Straße.
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