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Kooperation in Sachen Bildung



Fraunhofer IIS

Im Jahr 2007 startete ein systematischer Aufbau eines Alumni-Netzwerkes der ehemaligen Wladimirer Fachpraktikanten vom Fraunhofer IIS, Lehrstuhl LIKE und Lehrstuhl für Mustererkennung LME.

Dieses Netzwerk bildet die Grundlage für die Planung und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungs-Projekten (FuE-Projekte) sowie für den Aufbau von Kontakten zu potentiellen Partnern und zu russischen Firmen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF sieht im Alumni-Netzwerk des Fraunhofer IIS und LIKE eine ideale Strategie für den Zugang auf den russischen Markt. Lesen Sie mehr dazu unter www.deutsch-russische-partnerschaft.de

Projektplanungen

Projektplanungen und / oder ein Austausch über Projektideen gibt es in den Bereichen Medizintechnik, Antennentechnik (Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik), RFID (Radio Frequency Identification – Systeme) und Schaltungsentwicklung sowie zum Dialog von Ingenieur- und Geisteswissenschaften (in Zusammenarbeit mit der Interfilm-Akademie München, Lehrstühlen der FAU, dem katholischen Dekanat Erlangen und dem Priesterseminar Wladimir)

Im Bereich Nachrichtenübertragung wurde im vergangenen Jahr mit einem intensiven Austausch über Kooperationsmöglichkeiten begonnen. Der nächste Schritt in Richtung Diskussion von Projektideen soll beim Besuch von Prof. Gerhäuser Ende September 2008 erfolgen.

Alumni, Staatliche Universität Wladimir und Projektplanungen

Einige ehemalige Wladimirer Fachpraktikanten leisten als Gastwissenschaftler und Stipendiaten wichtige wissenschaftliche Beiträge am Fraunhofer IIS und dem Lehrstuhl LIKE. Sie werden in die Planung von Erlanger-Wladimirer Projekten einbezogen. Auf-grund ihrer Kenntnis der Wladimirer Universität haben sie auch eigene Ideen für Gemeinschaftsprojekte mit der Universität.

Andere Alumni arbeiten nun in russischen Firmen oder sind Jungunternehmer und können hier Ideen für gemeinsame FuE-Projekte mit dem Fraunhofer IIS oder Lehrstühlen der Universität Erlangen-Nürnberg entwickeln.

Interessant ist das Konzept der Staatlichen Universität Wladimir zur Föderung ihrer ehemaligen Studenten bei der Gründung ihres eigenen Unternehmens, indem die Universität ihnen hierzu Räume und Labor-Zugang zur Verfügung stellt.

Am Fraunhofer IIS und dem Lehrstuhl LIKE ist man daran interessiert, in gemeinsame Projekte mit russischen Firmen auch die Wladimirer Universität als Projektpartner mit einzubinden.

Firmenkontakte

Mit zwei russischen Firmen werden derzeit die Kooperationsmöglichkeiten geprüft.

Nächste Schritte

Ende September reisen Prof. Gerhäuser und Mitarbeiter aus verschiedenen Fachrichtungen nach Wladimir. Sie werden an der Staatlichen Universität Wladimir in mehreren Fachbereichen konkret die Möglichkeiten für gemeinsame Projekte besprechen, Kooperationsgespräche mit zwei Firmen führen und sich in der Begegnung mit Universitätsvertretern und Alumni (ehemalige Fachpraktikanten am Institut/ an der FAU) ein Bild davon machen, wie derzeit in Russland Unternehmertum, Industrie, und die FuE-Landschaft - eine rasante Modernisierung erleben.

Weitere Wissenschaftsbereiche

Informatik: Lehrstuhl für Mustererkennung

Der Lehrstuhl war elementar am Aufbau von Kooperationen und, gemeinsam mit Fraunhofer IIS und Lehrstuhl LIKE, an dem Projekt zur Durchführung Wladimirer Fachpraktika und Hochschulabschlussarbeiten beteiligt. Aus Finanzgründen sind die Fachpraktika für Wladimirer Studenten eingestellt worden.

Die Zusammenarbeit konzentriert sich nun eher auf Forschungsaufenthalte Wladimirer Stipendiaten. Im Rahmen des Alumni-Netzwerkes könnte es auch zur Planung von deutsch-russischen FuE-Projekten kommen.

Sprachdidaktik und wissenschaftliche Fachsprache

Die Wladimirer Dozenten für die Deutsch und Englisch leisten unverzichtbare Arbeit für den Erfolg der Kooperationen: Sie vermitteln Wladimirer Studenten und Wissenschaftlern die Sprachkenntnisse, um mit ausländischen Partnern erfolgreich wissenschaftliche Arbeiten durchzuführen und leisten wertvolle Dolmetscher- und Übersetzungsdienste.

Für die langfristige Sicherung der Qualität in der Sprachvermittlung sowie im Übersetzen sollte den Fremdsprachendozenten ein Arbeitsaufenthalt in Erlangen ermöglicht werden.

Medizinische Wissenschaften, Physiotherapie und Sportwissenschaften

Im Bereich der Medizintechnik werden, aus hiesiger medizinischer Sicht, z. T. ungewöhnliche medizinische Geräte entwickelt - in Diagnose und Behandlung scheint man in Russland stärker als im „Westen“, einen kybernetischen Ansatz zu verfolgen.

Für die ingenieurwissenschaftliche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Medizintechnik wäre hier ein fachwissenschaftlicher Austausch von Medizinern und Physiotherapeuten von Interesse, um in der Projektplanung vordergründigen interkulturellen Missverständ-nissen vorzubeugen. Zudem können Mediziner und Physiotherapeuten beider Seiten hiervon sehr profitieren. Das am Medizinzentrum der Staatlichen Universität Wladimir herausgegebene Buch »Diagnose- und Behandlungsmethoden für Lernende mit psychischen Entwicklungsstörungen, funktionalen Sprachstörungen und Nachfolgen von Gehirnerschütterungen« wurde für seine wissenschaftliche Leistung ausgezeichnet.

Philosophie

Intensive Kontakte bestehen zwischen dem Lehrstuhl von Prof. Ineichen und dem Wladimirer Lehrstuhl für Philosophie und Religionswissenschaften, hierbei auch: Durchführung eines gemeinsamen Workshops in Wladimir »Politics and Liberties«.

Beide Seiten haben Interesse an weiterer wissenschaftlicher Zusammenarbeit. Derzeit gibt es Planungen für ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Partner »Menschenwürde in den Massenmedien und in ingenieurwissenschaftlichen Forschungsprojekten« mit Einbindung dieser Thematik in die Lehrveranstaltung »Didaktik der Ethik« WS 2008/2009.

Theologie

Kooperationsinteresse des Erlanger LS für Religions- und Missionswissenschaften, des LS für Geschichte und Theologie des Christlichen Ostens und evtl. des LS für Christliche Publizistik mit dem Wladimirer LS für Philosophie und Religionswissenschaften. Mögliche Themen u.a.: »Die Konstruktion von Religiosität in den russischen Filmen und Massen-medien«, »Religiosität im kulturellen Wandel des postsowjetischen Russlands«; evtl. auch: »Menschenwürde in den Massenmedien und in ingenieurwissenschaftlichen Forschungsprojekten«


Medienwissenschaften

Auf Initiative der Interfilm-Akademie München: Diskussion zu möglichen Kooperationen der Erlanger Lehrstühle für Philosophie und für Theater- und Medienwissenschaften sowie von Lehrstühlen des Fachbereichs Theologie zu Themen der Filmgeschichte, Filmwissenschaft und Medienethik.

Maschinenbau

Rektor Prof. Morosow besuchte den Erlanger Lehrstuhl für Konstruktionstechnik und dessen Lehrstuhlinhaber Prof. Meerkamm die Wladimirer Universität (Beides im Jahr 2006). Interesse an einer Zusammenarbeit besteht im Bereich der Entwicklungs-methodik nach dem russischen Wissenschaftler Altschuller und in Bezug auf einen in Wladimir entwickelten Verbundstoff für Gleitlager.

Mit den vom Russischen Bildungsministerium bereit gestellten Geldern kaufte die Wladimirer Universität neueste Laborausrüstung für den Bereich Maschinenbau. Dies ist ein guter Anlass, den eingeschlafenen Informationsaustausch wieder zu aktivieren.

Lasertechnik

Über den aktuellen Stand ist Peter Steger informiert. Da man am BLZ anscheinend auch einen Studenten- und Wissenschaftleraustausch plant, wäre ein Austausch mit dem Fraunhofer IIS und den Lehrstühlen LIKE und LME bezüglich des Konzepts zur Anfertigung von Wladimirer Hochschulabschlussarbeiten in Erlangen evtl. interessant.

Umweltverfahrenstechnik

Es gab intensivere Kontakte zwischen dem Erlanger LS für Umweltverfahrenstechnik und Recycling und dem Wladimirer LS für Ökologie.

Eventuell macht eine Wiederbelebung der Kontakte Sinn: Der von diesem Lehrstuhl erarbeitete »Umweltatlas für das Gouvernement Wladimir« beeindruckte im April 2008 Herrn Dr. Heinze, Leiter des russischen Büros der Helmholtz-Gemeinschaft bei dessen Besuch an der Wladimirer Universität im April 2008.



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