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10 Jahre eGovernment-Strategie in Erlangen

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Text vorlesen 10 Jahre eGovernment-Strategie in Erlangen | 2001-2011

10 Jahre eGovernment-Strategie in Erlangen | 2001-2011



Chefsache Bürgerservice

Die Stadt Erlangen fühlt sich als moderne Großstadt den Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet, ihre Dienstleistungen mit einem umfassenden Internet-Angebot online zugänglich zu machen. Die Bürger sollen möglichst viele Informationen, Formulare und interaktive Angebote per Internet erhalten, um sich den Weg ins Rathaus zu sparen.

Vor 10 Jahren hat die Stadt Erlangen mit der Vergabe eines Auftrags an das Beratungsunternehmen Accenture zur gemeinsamen Entwicklung einer eGovernment-Strategie einen mutigen Schritt gewagt, der von vielen Kommunen auch kritisch beachtet wurde.

Heute, 10 Jahre später, wird in einer ausführlichen Dokumentation analysiert, was aus dieser eGovernment-Strategie geworden ist, und ob sich dieser Schritt für die Stadt Erlangen und deren Bürgerinnen und Bürger gelohnt hat. 

Bei der Vorstellung des Rückblicks: 10 Jahre eGovernment-Strategie in Erlangen v.l.: Leitung eGov-Center Andreas Götz, Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis, Accenture Projektpartner Bernd Gerbaulet und Personalamtsleiter Gerhard Matuschke

In einer intensiven Zusammenarbeit mit allen Ämtern der Stadtverwaltung und Accenture wurde damals eine eGovernment-Strategie entwickelt, die im Erlanger Stadtrat diskutiert und beschlossen wurde. Zu deren Umsetzung wurde ein Amt für eGovernment gegründet und direkt dem Oberbürgermeister unterstellt.

"eGovernment ist Chefsache" - mit dieser Haltung des Erlanger Oberbürgermeisters Dr. Siegfried Balleis wurde dem Thema eine hohe Priorität innerhalb der Verwaltung gegeben. Die Realisierung der eGovernment-Strategie sollte einen Beitrag zur Modernisierung der Verwaltung hin zu einem innovativen, serviceorientierten und wirtschaftlichen Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger leisten.

Das Strategiepapier, das im Kern die Umsetzung von ca. 60 Online – Angeboten vorsah, wurde vom eGovernment-Center konsequent abgearbeitet. Die Priorisierung der Themen orientierte sich dabei an einem mit Politik, Verwaltung und Personalrat abgestimmten Zielsystem. Ein Abschlussbericht im Erlanger Stadtrat stellt 2006 fest, dass das Programm früher und kostengünstiger als geplant umgesetzt werden konnte. Heute, sind über 100 Lösungen in Betrieb, die sowohl nach außen für den Bürger, als auch nach innen in Richtung Mitarbeiter wirken.

 

Tag Cloud über 10 Jahre eGovernment-Strategie in Erlangen

In manchen Fällen wurde das Strategiepapier angepasst und weiterentwickelt, weil neue Technologien und Rahmenbedingungen oder veränderte strategische Ansätze dies erforderlich machten. Dabei wurde häufig ein pragmatischer Ansatz verfolgt, der bei der Umsetzung von neuen Anwendungen immer nach dem relevanten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger fragt und zugleich an den vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen ausgerichtet ist.

Von Beginn an war allen Beteiligten klar, dass diese Herausforderungen am besten gemeinsam organisiert werden müssen. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit mit Fürth und Schwabach über den gemeinsamen IT-Dienstleister KommunalBIT ist inzwischen eine stabile und erfolgreiche Grundlage dafür geschaffen worden.

 

10 Jahre eGovernment-Strategie Erlangen

Nennenswerte Einsparpotenziale

Die Wirtschaftlichkeit des eGovernment-Programms wurde wissenschaftlich von der Fried-rich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg untersucht und im Rahmen einer Diplomarbeit bestätigt. Damit wurde nachgewiesen, dass eGovernment keine Spielwiese für "Technikfreaks" ist, sondern unter Berücksichtigung von Kosten- / Nutzenaspekten durchaus nennenswerte Einsparpotentiale bietet.

Wie geht es weiter?

Aktuelle neue Themen wie Mobile Computing, Social Media, die vor 10 Jahren noch keine Bedeutung hatten, werden in der Fortschreibung der Erlanger eGovernment-Strategie aufgegriffen und in Abstimmung mit den Entscheidungsgremien der Stadt umgesetzt. Aktuelle Beispiele hierfür sind Facebook- und Twitterauftritte sowie eine Erlangen-App für Smartphones.

10 Jahre eGovernment-Strategie in Erlangen

Die Stadt Erlangen geht mit ihrer eGovernment-Strategie einen konsequenten, zielgerichteten Weg zur Umsetzung von Online-Angeboten nach außen und innen. Durch diese sehr pragmatische Herangehensweise ist es gelungen, ein umfassendes Angebot an Online-Diensten mit einem wirtschaftlich sinnvollen Einsatz von Haushaltsmitteln anzubieten. Die Verankerung der Aufgabe eGovernment in einem eigenen Amt unterstreicht deren Bedeutung im Rahmen der Verwaltungsmodernisierung.

Über Erlangen:

Erlangen ist ein moderner Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit weit über 100.000 Einwohnern und fast ebenso vielen Beschäftigten. In Sachen Wirtschaftsdynamik, Arbeitsplätze, Kreativität, Bürgerwohlstand und Zukunftsperspektiven nimmt Erlangen seit Jahren regelmäßig Spitzenplätze ein – bundesweit. Auch Spitzenforschung ist hier - mitten in der Europäischen Metropolregion Nürnberg – zuhause; an der zweitgrößten Universität Bayerns etwa, an zwei bedeutenden Fraunhofer Instituten oder auch am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts. Hervorragende Schulen und Betreuungseinrichtungen, ein anspruchsvolles, zum Teil international renommiertes Kulturangebot, viel Grün und ein ausgedehntes Radwegenetz prägen schließlich das Bild der gerade wegen ihrer vielen Studenten jungen, zugleich traditionsbewussten Stadt. Die beispiellose wirtschaftliche und städtebauliche Aufwärtsentwicklung des Erlangen von heute setzte bald nach dem Zweiten Weltkrieg ein  – mit der Ansiedlung der damaligen Siemens-Schuckert-Werke. Heute gilt Erlangen als bedeutendster Standort des Global Players Siemens. Die Stadt ist aber auch Sitz zahlreicher anderer, oft international tätiger Unternehmen  - der Kraftwerksbauer AREVA gehört dazu. Und Erlangen ist so etwas wie das "Herz" des Medical Valley – einer der wichtigsten Forschungs-, Ent-wicklungs- und Produktionsstandorte innovativer Medizintechnik in Europa. Erlangen blickt auf über 1000 Jahre Geschichte zurück. Die Geburtsstunde des modernen Erlangen schlug jedoch erst im ausgehenden 17. Jahrhundert mit der Aufnahme hugenottischer Glaubensflüchtlinge, für die eine barocke Planstadt entstand – heute das sehenswerte Zentrum einer internationalen Stadt, in der sich Menschen aus über 140 Ländern wohlfühlen - nicht nur während der berühmten Bergkirchweih.

Über Accenture:

Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister. Das Unternehmen bringt umfassende Projekterfahrung, fundierte Fähigkeiten über alle Branchen und Unternehmensbereiche hinweg und Wissen aus qualifizierten Analysen der weltweit erfolgreichsten Unternehmen in eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Kunden ein. Mit rund 223.000 Mitarbeitern, die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind, erwirtschaftete Accenture im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2010) einen Nettoumsatz von 21,6 Mrd. US-Dollar. Die Internetadresse lautet www.accenture.de.

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