Umhausen - gemeinsame Projekte

Text vorlesen Arbeitsbesuch von Leonhard Falkner und Oskar Grüner

Arbeitsbesuch von Leonhard Falkner und Oskar Grüner



Wie wichtig Erlangen die Partnerschaft mit Umhausen nimmt, bringt gleich zu Beginn des Besuchs am Mittwoch, den 25. März, Bürgermeister Gerd Lohwasser zum Ausdruck, der die Gäste gemeinsam mit Felix Wosnitzka, dem Vorsitzenden des Deutschen Alpenvereins, Sektion Erlangen, und dem Partnerschaftsbeauftragten, Peter Steger, zum Mittagessen im „König Humbert“ empfängt. Mag das Wetter auch noch so alpin-winterlich sein, die Stimmung ist bestens, denn die Verbindung mit dem Talort der Erlanger Hütte ist längst alles andere als eine bloße „Bergfreundschaft“. Das Besuchsprogramm, das hier kurz skizziert werden soll, spricht da eine deutliche Sprache.

Oskar Grüner, Felix Wosnitzka, Gerd Lohwasser, Leonhard Falkner Febr. 09

Leonhard Falkner, mit dem zusammen vor zwei Jahren der „Obstgarten der Partnerstädte“ eröffnet wurde, ließ es sich nicht nehmen, im Schneegestöber nachzusehen, ob denn die für die fünf Ortsteile Umhausens gepflanzten Apfelbäume gut angewachsen sind. Sogar die Schildchen sind unversehrt. Ein freudiger Anblick! Und in Umhausen gibt es schon Pläne, gemeinsam mit Erlangen eine eigene Baumpflanzaktion ins Leben zu rufen.

Leonhard Falkner und Oskar Gründer mit einem der Umhausen-Apfelbäumchen in Atzelsberg

Im Zentrum des Abends steht die Präsentation eines Angebots für Skifreizeiten, das Erlanger Schulen nutzen können. Der Clou der Sache ist, daß Umhausen gemeinsam mit der Skischule von Oskar Grüner ein Gesamtpaket anbietet, in dem neben Skipaß, Unterbringung, Verpflegung und Transfers vor Ort auch die komplette Ausrüstung sowie Skikurse enthalten sind. Nun ist es an den Sportlehrern, ihre Entscheidungen zu treffen. Eine kleine Gruppe wird wohl schon in den Osterferien eine Erkundungsfahrt nach Umhausen unternehmen.

Der Ausklang des Tages gehört der Freiwilligen Feuerwehr Alterlangen, die bereits zu Mariä Himmelfahrt vergangenen Jahres in Mannschaftsstärke nach Umhausen ausgerückt ist, und heuer – vielleicht sogar mit den Partnern aus Jena – zur selben Zeit mit einem eigenen Bus in die Partnergemeinde fahren möchte. Geplant sind dort erstmals gemeinsame Übungen, also ein praktizierter Erfahrungsaustausch.

Um den geht es auch anderntags sehr intensiv.

Der Stadtjugendring zeigt sich beeindruckt von den vielen Freizeitangeboten für Gruppen in Umhausen – sommers wie winters -, und man vereinbart, schon in den nächsten Wochen Austauschpläne zu konkretisieren. Möglicherweise werden sogar die vor Jahren eingestellten Skifreizeiten des Stadtjugendrings wiederbelebt.

Die Kantorei St. Markus hat im Mai vergangenen Jahres ein unvergessenes Konzert in Umhausen gegeben. Ihr Leiter und Dirigent, der Organist Michael Vetter, soll nun das heuer installierte neue Instrument in der Pfarrkirche der Partnergemeinde einmal so richtig zum Klingen bringen. Er steht ohnehin in Kontakt mit seiner dortigen Kollegin, Bärbel Auer, und so wird vereinbart, möglichst schon 2010 ein Konzert von Michael Vetter an der neuen Orgel von Umhausen zu organisieren. Sicher wieder ein musikalischer Höhepunkt!

Auch wenn sie Urlaub hat, Sybille Hartl, Leiterin des Thomizils, steht, wenn es um Umhausen geht, immer zum Gespräch bereit. Nach einer ersten Kinderfreizeit im Sommer vergangenen Jahres in Umhausen soll nun vor allem der Fachaustausch in Gang kommen. Gute Erfahrungen damit hat das Thomizil ja bereits mit der schwedischen Partnerstadt Eskilstuna.

Thomas Grützner, seines Zeichens Behindertenberater, hört gerne, daß Umhausen bereit und in der Lage ist, speziell für Menschen mit Behinderungen zusammengestellte Reisen anzubieten. Man darf gespannt sein, wann sich die erste Gruppe auf den Weg nach Tirol macht.

Schon zum zweiten Mal fand im Februar in Umhausen die Stadtskimeisterschaft statt. Mit so viel Erfolg, daß Ulrich Klement, Leiter des Sportamts, beim Mittagessen im „Kitzmann-Stüberl“ sehr zuversichtlich ist, die junge Tradition auch im nächsten Jahr fortzusetzen. Sogar auf zwei mögliche Termine hat man sich schon geeinigt. Alles andere ist schon fast Routine.

Noch keine Routine ist die Aufstellung von Weltrekorden. Aber das werden wir in der Partnerschaft auch noch lernen. In Gremsdorf, bei den Barmherzigen Brüdern, steht nicht nur eine mögliche Zusammenarbeit zwischen den Behindertenwerkstätten beider Gemeinden auf dem Programm, Jürgen Ganzmann und Leonhard Falkner schmieden auch fleißig Pläne, 2010, also im Jahr der Fußballweltmeisterschaft, im Ötztal das höchstgelegene Kickerturnier zu veranstalten und damit ins Guiness-Buch der Rekorde zu kommen.

Abgemacht in Gremsdorf - Jürgen Ganzmann, Leohard Falkner und Oscar Grüner

Eine Partnerschaft im Gipfelsturm eben. Aber auch eine Partnerschaft der Vereine, wobei der Alpenverein eine ganz besondere Rolle spielt, besonders wegen der Erlanger Hütte, die übrigens vom 7. bis 9. August wieder ihre Türen zum traditionellen Hüttenfest öffnet. Interessenten melden sich bitte unter peter.steger@stadt.erlangen.de

Die Gäste sind am späteren Nachmittag wohlgemut nach Hause zurückgekehrt. Wie ähnlich uns Franken die Freunde aus Tirol sind, zeigt sich übrigens in ihrem Lob für die Organisation des Besuchs: „Paßt“. Knapp aber herzlich. Man versteht sich halt.

Kontakt

© 2012 Stadt Erlangen
Datum: Samstag, 26. Mai 2012
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