Schülergruppe aus Most in den Heimatstuben Brüx
Rathausreport Nr. 36 / 20.03.2009
1949 übernahm die Stadt Erlangen die Partnerschaft für die Heimatvertriebenen aus Brüx, dem heutigen nordböhmischen Most. Diese 60-jährige Verbundenheit, die bis heute sichtbar in den Heimatstuben Brüx und Komotau im Frankenhof (Südliche Stadtmauerstraße 25) zum Ausdruck kommt, sucht aktiv die Verständigung mit den östlichen Nachbarn. Längst haben die einstigen Flüchtlinge enge völkerrechtliche Beziehungen in ihre alte Heimat aufgebaut und setzen dabei vor allem auf die Jugend.

Nun besuchte eine 25-köpfige Schülergruppe aus Most am Samstag, 21. März, im Rahmen eines Projekts mit dem Gymnasium Wiesentheid die Hugenottenstadt. Die jungen Gäste wurden um 10.00 Uhr in den Heimatstuben von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß, die Oberbürgermeister Siegfried Balleis vertritt, und dem Obmann der Heimatgemeinde Brüx, Peter Wesselowsky, empfangen. Anschließend besichtigten die tschechischen Schüler im Stadtmuseum die Ausstellung „Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten" über das Programm zur Vertreibung und Vernichtung der slawischen Völker. Nach dem Mittagessen ging es dann weiter nach Nürnberg ins NS-Dokumentationszentrum.

Schülergruppe aus Brüx / Most zu Gast in Erlangen.

Peter Steger