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Mona Hatoum, Natura morta (Y front cabinet), 2010 © Künstler

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GLÜCK happens



Kunstpalais, 3. Juni bis 25. Juli 2010

Nach der zweijährigen Renovierung des Palais Stutterheim ist 2010 aus der Städtischen Galerie Erlangen das Kunstpalais hervorgegangen, das mit einer auf rund 500 m² verdoppelten Ausstellungsfläche sowie mit einem anspruchsvollen, internationalen Ausstellungsprogramm in Erlangen spannende kulturelle Highlights setzen wird.

Den Auftakt macht die Ausstellung "Glück happens". Sie steht programmatisch für das weitere Ausstellungsprogramm. Mit Mona Hatoum, Tobias Rehberger, Runa Islam, Christian Jankowski, Erwin Wurm oder Aleksandra Mir konnten international renommierte Künstler für das Projekt gewonnen werden.
Insgesamt zehn der 15 teilnehmenden Künstler aus acht Nationen haben eigens für das Erlanger Projekt neue Werke geschaffen. Sie formulieren in ihren künstlerischen Arbeiten sehr unterschiedliche Vorstellungen von Glück.
Auf zwei Stockwerken werden die verschiedenen Aspekte und Ausdrucksformen von Glück mit all seinen Facetten und Brechungen vorgestellt. Auf einer ersten Bedeutungsebene werden allgemeingültige Aspekte des Themas vermittelt: Glück als Versprechen, als Sinn des Lebens, als persönliches Glücksprojekt oder als kurzer Höhepunkt, als Augenblick. Diese werden auf einer zweiten Bedeutungsebene negativ gespiegelt. Hier geht es um das Glück als zerbrechliches Gut, als launische Hure (Shakespeare) oder als Rausch und Ekstase (Flaubert).

Birgit Brenner: Noch nie allein, 2010 © Erich Malter

Weltpremiere in Erlangen feiert u.a. „The Big Scale“ von Aleksandra Mir. Die überdimensionierte Badezimmerwaage von zweieinhalb Metern Länge und Breite wird so am Eingang des Kunstpalais platziert, dass alle BesucherInnen nur über die Waage in die Ausstellung gelangen können.
Die Videoarbeit "Glück" von Šejla Kamerić wird vom Kunstpalais zum ersten Mal gezeigt. Die Künstlerin verarbeitet in der Videoarbeit Erlebnisse aus ihrer Heimatstadt Sarajevo. Anschließend wird das Video im Centre Georges Pompidou in Paris vorgestellt.
Mona Hatoum hat für die Ausstellung eine neue Arbeit aus der Serie "Natura morta" entwickelt. Ein historistischer Vitrinenschrank, in welchem glänzende Glasobjekte zu sehen sind, deren Formen von Handgranaten abgeleitet wurden. Nach der Ausstellung "Glück happens" in Erlangen wird die Künstlerin im MoMA in New York ausstellen.
Peter Piller hat für die Ausstellung ein ganz neues Glücks-Archiv mit verschneiten Baumlandschaften angelegt und präsentiert die rund 30 Arbeiten dieser Serie. Die Motive entstammen Neujahrsgrußkarten der 1930er Jahre.
Inspiriert von der Doku-Soap "Schwiegertochter gesucht" hat Birgit Brenner eine große Wandinstallation mit dem Titel „Ich war noch nie alleine“ speziell für das Projekt konzipiert.

Peter Piller, Glückwünsche, Archiv Peter Piller 2010 © VG Bild-Kunst, Bonn 2010   Peter Piller, Glückwünsche, Archiv Peter Piller 2010 © VG Bild-Kunst, Bonn 2010   Peter Piller, Glückwünsche, Archiv Peter Piller 2010 © VG Bild-Kunst, Bonn 2010

Die Dramaturgie der Ausstellung führt von leichten Antworten zu schwierigen Fragen. Der Ausstellungsbesucher ist gefordert, die verschiedenen Aspekte von Glück immer wieder neu zu überdenken – und individuell Stellung zu beziehen.

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