Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit
Ein weitreichendes, präventives Handeln sollte das Ziel verfolgen, Abfall überhaupt nicht entstehen zu lassen. Entsprechende Maßnahmen werden unter dem Begriff „Abfallvermeidung“ zusammengefasst. Beispiele:
Eigenkompostierung: Organische Abfälle entstehen zwar immer noch, werden jedoch auf dem eigenen Grundstück in den Kreislauf zurückgeführt, was Transportwege vermeidet (und im übrigen zu einer hervorragenden Trennung führt, denn der Kompost soll ja im eigenen Garten eingesetzt werden).
Kauf und Verwendung langlebiger, reparaturfreundlicher und soli- der Produkte. Beispiele finden Sie hier.
Wiederverwendung von Produkten: Brauchbare Einrichtungsgegen- stände, Kleidung u.ä. können weitergegeben oder weiterverkauft werden (privat, Second-Hand, Sozialkaufhaus).
Windeldienste: Ist ein Säugling im Haus, so wird die Restmülltonne oft vorwiegend von Einwegwindeln gefüllt.
Spezielle Dienstleister bieten die Lieferung, Abholung und das Waschen von Baumwollwindeln an.
Kommunaler Geschirrverleih: Für größere Feste und Veranstaltungen wird zu günstigen Bedingungen Geschirr verliehen, bei Bedarf auch mit einer Spülmaschine. Auf öffentlichem Grund ist die Verwendung von Einweggeschirr ohnehin verboten. Telefon GGfA: 09131/ 536435 oder 09131/ 9200-4780
Mehrwegsysteme: Ein zu Recht besonders intensiv diskutiertes Abfallproblem ist die Verwendung von Einwegverpackungen. Häufig können sie vermieden werden, z.B. dadurch, dass Mehrwegverpackungen bevorzugt werden.
Für Getränkeverpackungen existieren Ökobilanzen des Umweltbundesamtes. Nach verschiedenen Umweltbeeinträchtigungen differenziert, ergibt sich ein deutlicher Vorteil für Mehrwegsysteme. In dramatischer Weise negativ stellt sich die Ökobilanz für Getränkedosen dar.
Interessante Informationen rund um das Thema Mehrweg finden sich übri- gens unter www.mehrweg.org. Da es manchmal nicht leicht ist, Getränke-Einwegverpackungen von echten Mehrwegsystemen zu unterscheiden, wurde vom Arbeitskreis Mehrweg GbR ein Zeichen entwickelt, dass es jedem Kon- sumenten ermöglicht, eine Getränkeverpackung sofort als ech- tes Mehrwegsystem zu erkennen. Sie finden hier weiterführende Informationen und sowie das Mehrweglogo. ( Unterpunkt "Zeichen" )