Energieeffizienz in Wohngebäuden

Text vorlesen Energetische Modernisierung und Energiemanagement bei Mehrfamilienhäusern

Energetische Modernisierung und Energiemanagement bei Mehrfamilienhäusern



Der Bestand an Wohnungen im Geschosswohnungsbau liegt in Erlangen gegenwärtig bei rund 38.000 Wohneinheiten (ohne Wohnheime), rund 70 % des Wohnungsbestandes.

Etwa 25.500 Wohnungen wurden im Geschosswohnungsbau im Zeitraum zwischen 1949 und 1979 errichtet. Die Wohnungsstruktur in Erlangen wird im diesem Bereich vor allem durch den Wohnungsbestand drei großer Wohnungsgesellschaften, zweier Baugenossenschaften, durch kleinere Wohnanlagen von externen Wohnungsgesellschaften und von Eigentumsgemeinschaften (Hausverwaltungen und Privateigentümer) bestimmt.

In den letzten 15 – 20 Jahren wurden über 40 % des Wohnungsbestandes bei den großen Mehrfamilienhäusern energetisch modernisiert. Wesentliche Träger dieser Sanierungsmaßnahmen sind die großen Wohnungsbaugesellschaften. Allein bei der städtischen GEWOBAU sind in den letzten zehn Jahren Wohngebäude mit 3.500 Wohnungen umfassend energetisch saniert worden, so dass jetzt rund 50 % des GEWOBAU-Wohnungsbestandes einen guten energetischen Standard aufweisen. Hierunter sind auch zwei Modell-Projekte, das „4-Liter-Haus“ und Vorhaben innerhalb des dena-Projektes „Niedrigenergiehaus im Bestand“ mit einer Primärenergieeinsparung von 85 %. Weitere Maßnahmen sind in den nächsten Jahren von der GEWOBAU bei 500 Wohnungen in Vorbereitung.

Die GEWOBAU Erlangen ist eine der engagiertesten Wohnungsbaugesellschaften in der Metropolregion Nürnberg und in puncto Energieeffizienz die treibende Kraft für die Erlanger Wohnungswirtschaft. Einen wesentlichen Beitrag hierzu liefert die Energierunde bei der GEWOBAU Erlangen, eine Arbeitsgruppe der GEWOBAU Erlangen mit der Stadt Erlangen, Planern, den Erlanger Stadtwerken, Stadträten und engagierten Bürgern.

Bei dem Geschosswohnungsbestand mit mehr als 6 Wohnungen, der zwischen 1949 und 1979 errichtet wurde – (mit rund 19.000 Wohnungen die Hälfte des gesamten Geschosswohnungsbestandes) ist mindestens bei noch 40 % dieses Bestandes in nächster Zeit eine umfassende Fassadensanierung möglich und notwendig.

Energiemanagement

Zur Minimierung des Energieverbrauchs und der Heizkosten im Geschosswohnungsbestand bieten sich drei Handlungsebenen an:

  • Energiebewusstes Nutzerverhalten
  • Optimierung der Wärmeversorgung und der Gebäudetechnik
  • Und energetische Maßnahmen bei anstehenden Modernisierungsmaßnahmen

Die Entwicklung einer energetischen Analyse mit laufendem Controlling ist für die Optimierung in diesen genannten Maßnahmebereichen unerlässlich (Download: "Leitfaden Energiemanagement im Geschosswohnungsbestand“ und die „Heizenergiebilanz 2007“ der GEWOBAU Erlangen.

Die neue Heizkostenverordnung
Die neue Heizkostenverordnung hat Gültigkeit für alle Abrechnungszeiträume, die ab dem 01. Januar 2009 beginnen. In Gebäuden, die das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung vom 16. August 1994 nicht erfüllen, die mit einer Öl- oder Gasheizung versorgt werden und in denen die freiliegenden Leitungen der Wärmeverteilung überwiegend gedämmt sind, sind von den Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage 70 vom Hundert nach dem erfassten Wärmeverbrauch der Nutzer zu verteilen. Die auf die zentrale Warmwasserversorgungsanlage entfallende Wärmemenge ist ab dem 31. Dezember 2013 mit einem Wärmezähler zu messen.

Links

Heizkosten-Verordnung
http://www.bmvbs.de/Klima_-Umwelt-Energie/Bauen-Wohnen-,3008.1060816/Heizkostenverordnung-Die-wicht.htm
Niedrigenergiehaus im Bestand, argefaktor10
http://www.argefaktor10.de/
Niedrigenergiehaus im Bestand, Zukunft-haus
http://www.zukunft-haus.info/de/projekte/niedrigenergiehaus-im-bestand.html
projekt Faktor 10
http://www.argefaktor10.de/
Stiftung Stadtökologie Nürnberg
http://www.energieregion.de/stadtoekologie_arbeit_aufgaben_de,485.html
© 2012 Stadt Erlangen
Datum: Samstag, 26. Mai 2012
URL:
http://www.erlangen.de/desktopdefault.aspx/tabid-110/1004_read-18143/norobotindex-1/