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Neue Technik im Erlanger Bürgeramt spart Bürgern Zeit und Geld

Neue Personalausweise und Reisepässe enthalten verschiedene Biometriedaten, z. B. Bild, Fingerabdrücke und Unterschrift. Die Erfassung dieser Daten im Rahmen der Antragstellung im Bürgeramt ist zeitintensiv. Bei weit über 10.000 Anträgen im Jahr hat dies spürbare Auswirkungen auf die Wartezeiten, auch für Kunden, die ganz andere Leistungen beantragen.

Hier gibt es nun eine Verbesserung:

Im Foyer des Rathauses wurde die sog. Speed-Capture-Station der W. Lause GmbH aus Schwaig in Betrieb genommen. Mit Hilfe dieses Selbstbedienungsterminals können Bürgerinnen und Bürger biometrische Fotos, Fingerabdrücke und Unterschriften selbst erfassen, bevor sie den Antrag auf einen Personalausweis oder Reisepass im Bürgeramt stellen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Beantragungsvorgang im Bürgeramt wird dadurch beschleunigt, die Wartezeiten insgesamt verkürzt. Außerdem sparen die Bürgerinnen und Bürger, die das Gerät nutzen, die Kosten für die Beschaffung von Passbildern und müssen nur das deutlich geringere Entgelt für die Nutzung des Terminals entrichten.

Das Nutzungsentgelt für das Selbstbedienungsterminal beträgt 4,00 €. Beantragt man Personalausweis und Reisepass gleichzeitig, fällt das Entgelt nur einmal an. Das Nutzungsentgelt wird bei der Beantragung des Dokuments am Serviceplatz des Bürgeramtes bezahlt.

http://www.intraproc.com/images/produkte/speed_capture_station_g3_xl.jpg

Klare und bebilderte Anweisungen unterstützen bei der Erfassung von Foto, Fingerabdruck und Unterschrift.

Der Bürger steht während der Datenerfassung in der Speed Capture Station und wird mit einfachen, visualisierten Hinweisen durch den Erfassungsprozess geleitet. Dieser beginnt mit der Aufnahme des Fotos. Nach dem Foto werden die Fingerabdrücke erfasst. Parallel zur Erfassung von Foto und Fingerabdrücken erfolgt jeweils die verbindliche Qualitätsprüfung. Werden die Qualitätsanforderungen nicht erfüllt, erhält der Bürger Hinweise zur Optimierung, die Erfassung wird wiederholt, dadurch wird die Verwertbarkeit des Fotos garantiert. Das Foto wird nicht mehr ausgedruckt, sondern wird digital in das Fachverfahren des Bürgeramtes übernommen. Der Prozess wird mit der Unterschriftserfassung abgeschlossen. Die Speed Capture Station kann auch von Rollstuhlfahrern und Kindern genutzt werden. Damit wird ein oftmals eingeforderter Schritt zu mehr Barrierefreiheit eingelöst. Während der anschließenden Antragsstellung ruft der Sachbearbeiter die erfassten Daten aus dem eingesetzten Fachverfahren heraus auf, prüft ihre Authentizität und übernimmt die Daten schließlich direkt digital und medienbruchfrei in den Antrag.

Die gesamte Datenerfassung, die zwischen drei und fünf Minuten dauert, erfolgt zunächst anonymisiert und ohne eine Verknüpfung mit persönlichen Daten. Die erfassten Daten können von den Sachbearbeitern des Bürgerbüros an deren PC aufgerufen werden – und werden erst dort mit den Daten des Bürgers verknüpft.

Das neue Gerät ist vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert; alle Datenübertragungen erfolgen verschlüsselt. Die Daten werden nach Abruf automatisch gelöscht.

Selbstverständlich können aber auch weiterhin herkömmliche biometrische Lichtbilder für die Ausweis- bzw. Passbeantragung vorgelegt werden, sofern diese aktuell sind.

Hinweis: Bei Beantragung eines Führerscheins werden weiterhin Papierbilder benötigt. Auch hier arbeiten die Softwarehersteller aber bereits an einer digitalen Übermittlung.

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