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Radschnellverbindungen für Erlangen und die Metropolregion

Mittwoch, 2. März 2016

In den Niederlanden, in Großbritannien und in Dänemark gibt es sie schon, in Franken soll es sie bald geben: hochleistungsfähige Radschnellwege. Für Teile der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) wird derzeit eine vom Bayerischen Innenministerium geförderte Machbarkeitsstudie für ein Radschnellverbindungsnetz erarbeitet, die auch landesweit Vorbildcharakter haben soll. Der Bau- und Planungsreferent der Stadt Erlangen, Josef Weber, ist Mitglied eines Lenkungsgremiums aus Vertretern der Städteachse und der umliegenden Landkreise. „Durch die zunehmend beliebten E-Bikes wird das Fahrrad für viele Menschen auch auf längeren Distanzen eine attraktive Alternative zum Auto. Auf diesen Trend wollen wir reagieren“, erläutert Weber. Angedacht ist ein Radschnellverbindungsnetz, das je nach Nutzeraufkommen und Verkehrsbedeutung aus drei abgestuften Radwegequalitäten besteht. Neben den neuartigen Radschnellwegen, die als „Radautobahnen“ die Städte und Landkreise verbinden, soll es zur netzförmigen Erschließung der Region auch Radhauptverbindungen und -verkehrsverbindungen in abgestufter Qualität geben, die den Anschluss an die innerstädtischen Wegenetze herstellen. Für alle drei Formen sollen hohe Anforderungen und einheitliche Vorgaben an die Wegweisung, den Winterdienst, den Unterhalt, die Baustellensicherung, die Markierung und die Ausstattung mit sonstigen Serviceangeboten sowie Informationselementen gelten. „Wir wollen ein komfortables Netz für Pendler schaffen“, erklärt der Erlanger Baureferent die ersten Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie. Ziel sei eine attraktive Infrastruktur, um nennenswerte Pendlerströme vom Auto- auf den Radverkehr zu verlagern. „Insbesondere auf den Verbindungen zum östlichen Landkreis bietet die bestehende Infrastruktur bereits große Potenziale für die Ertüchtigung von Radschnellwegen“, so Weber weiter.

Aus 20 Trassenkorridoren, die derzeit für die EMN zur Diskussion stehen, sollen im Laufe des Projekts sechs Korridore ausgewählt werden, die im Zuge der Machbarkeitsstudie mittels einer Potentialanalyse vertieft untersucht und anschließend auch umgesetzt werden. Welche Trassen wann realisiert werden können, hängt von den weiteren Ergebnissen der Machbarkeitsstudie und den Möglichkeiten zur Finanzierung ab.

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