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Der AIB findet gut...

Sprechstunde des Ausländer- und Integrationsbeirates

Seit Juli 2009 bietet der AIB jeden Montag in seinem Büro im Rathaus eine kostenlose Sprechstunde an. Von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr (bei Bedarf auch länger) stellt Heinz Szabo, Sprecher der Arbeitsgruppe Ausländerpolitik, Zuwanderung und Asyl, seine ehrenamtliche Zeit und umfassenden Kenntnisse für all die zur Verfügung, die Hilfen und Rat benötigen. Die Sprechstunden werden bisher schon gut angenommen, Interessierte kommen entweder nach telefonischer Anmeldung, aber auch ganz spontan. Sogar intern findet das Angebot Anerkennung und wird auch von den Mitgliedern des AIB gern genutzt.

Heinz Szabo AIB

Die meisten Fragen betreffen das Studium in Erlangen: Wo kann man am besten und schnellsten Deutsch lernen? Was braucht man für ein Visum? Wo bekommt man finanzielle Unterstützung? Und vieles mehr. Nicht nur ausländische Studenten haben hier Beratungsbedarf, sondern auch Menschen ohne deutschen Pass, die Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse, eine Niederlassungserlaubnis oder  eine Einbürgerung wünschen, aber an gesetzliche Einschränkungen stoßen.

Egal um welche Frage es geht, oft geht es nicht ohne die qualifizierte Hilfe von mit Hilfe von Andreas Brockard, Abteilungsleiter für Ausländerangelegenheiten und Einbürgerungen, der immer kooperativ und hilfsbereit ist. Heinz Szabo organisiert Gespräche mit dem Ausländeramt und ist oft selbst dabei, um den Hilfesuchenden verschiedene Begriffe und administrative Forderungen zu erklären. Er gibt Tipps und weist darauf hin, was man unbedingt beachten muss. „Wir wünschen uns in vielen Bereichen  bessere Gesetze, die den Zuwanderern, Studierenden und vor allem den Flüchtlingen das Leben bei uns wesentlich könnten“, sagt Heinz Szabo, dem in seinen Sprechstunden oft schmerzlich die restriktiven Paragraphen bewusst werden. "Wir vermissen eine Willkommenskultur in der Gesetzgebung".

Selbst wenn die Gesetzeslage effektive Hilfe nicht zulässt, sind die Besucher dankbar, dass ihnen jemand geduldig zuhört und versucht, Lösungen zu finden. Gemeinsam mit den Partnern des AIB konnte  z.B.  „Wichtige Informationen zu ausländerrechtlichen Fragen bei Studienaufenthalten“ herausgegeben werden, das vielen hilft, sich einen Überblick zu verschaffen. Im letzten Jahr wurde unter anderem eine Informationsveranstaltung im Pacelli-Haus zum Thema durchgeführt, und wir arbeiten eng mit dem Beratungszentrum der Universität Erlangen-Nürnberg zusammen.

Viel schwieriger ist die Situation, wenn es um Flucht, Asyl und Duldung geht. Da kommt kein Betroffener in die Sprechstunde, da geht Heinz Szabo selbst zu denjenigen, die Hilfe brauchen, in die Unterkunft.

Es gibt in Erlangen bereits eine Reihe von Einrichtungen, die Beratung und Hilfe in diesen Fällen anbieten, allerdings arbeiten sie alle getrennt voneinander. Auf Initiative des Ausländer- und Integrationsbeirats wurde deshalb der „Runde Tisch Flüchtlinge“ ins Leben berufen. Die Idee unterstützte auch der Stadtrat, und so wird es etwa 2 Mal im Jahr ein Treffen geben, wo sich Ausländeramt, Sozialamt, Polizei, AIB sowie eine Reihe von Gruppen, die sich in der  Flüchtlingshilfe engagieren, an einen Tisch setzen und an konkreten Lösungen arbeiten.

Natürlich kann der AIB nicht immer helfen. Es gibt oft Fälle, wo man wirklich die Waffen strecken muss, wenn etwa eine Einbürgerung wegen Hartz IV oder einer in der Vergangenheit liegenden Straftat nicht möglich ist. Aber auch in solchen Fällen gibt es immer ein tröstendes Wort oder einen Rat. Wichtig ist, dass die Personen, die unser Angebot in Anspruch nehmen, uns viel Vertrauen entgegenbringen. Das vor allem und sein großes persönliches Engagement machen die ehrenamtliche Tätigkeit von Heinz Szabo so erfolgreich. 

Die Sprechstunde des Ausländer- und Integrationsbeirats können alle Interessierten nutzen. Wir freuen uns sehr, wenn wir mit Rat und Tat helfen können.

Ihr Ausländer- und Integrationsbeirat

Nadja Steger und Heinz Szabo

25.10.2016
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