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Der AIB findet gut...

Wichtige Informationen zu ausländerrechtlichen Fragen bei Studienaufenthalt

Anmeldung:

Alle Studierenden müssen sich bei der Meldebehörde ihres Wohnortes innerhalb einer Woche anmelden, bei Wohnungswechsel ummelden und am Ende des Aufenthaltes abmelden.

Aufenthaltserlaubnis:

Soweit für die Einreise ein Visum erforderlich ist, muss bereits im Visum der beabsichtigte Aufenthaltszweck (Studium bzw. Tätigkeit als Doktorand oder wissenschaftlicher Mitarbeiter) zu erkennen sein, ansonsten ist die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach der Einreise durch die Ausländerbehörde ausgeschlossen.

Nach Einreise benötigen ausländische Studierende, die nicht Staatsangehörige eines EU-Staates sind, für ihren Studienaufenthalt in Deutschland in jedem Fall eine Aufenthaltserlaubnis. Sie wird von der für den Wohnort zuständigen Ausländerbehörde nach Antragstellung erteilt und verlängert. Die erstmalige Erteilung der Aufenthaltserlaubnis kostet 50,- € oder 60,- € (abhängig von der Geltungsdauer), jede Verlängerung 30,- €.

Voraussetzungen:

Die Ausländerbehörde prüft:

  • ob der bisher genehmigte Aufenthaltszweck fortbesteht (Studienfach)
  • ob der Studienabschluss in angemessener Zeit (durchschnittliche Studiendauer + max. 3 Semester) erreicht werden kann
  • ob ausreichend finanzielle Mittel zur Sicherung des Lebensunterhaltes (BAföG-Satz) für den beantragten Zeitraum zur Verfügung stehen
  • ob Krankenversicherungsschutzbesteht
  • ob Gründe (2.B. Straftaten) gegen eine Verlängerung sprechen.

Im Regelfall sind deshalb bei der Ausländerbehörde der Pass, die Immatrikulationsbescheinigung und ein Finanzierungsnachweis vorzulegen.

Wichtig! Der Finanzierungsnachweis belegt, dass die Studienbewerber ihren Aufenthalt finanzieren können. Dieser Nachweis kann durch Vorlage eines Sparbuches mit Sperrvermerk, einer Verpflichtungserklärung oder einer Bankbürgschaft erbracht werden

Studienfachwechsel:

Vor einem Studienfachwechselwird die Beratung durch das IBZ dringend empfohlen. Des Weiteren muss die Zulassung bei der Zulassungsstelle beantragt werden. Mindestvoraussetzung ist, dass der/die Studienbewerber/in zum neuen Studiengang berechtigt ist und der/sie sich um das bisherige Studium nachweislich bemüht hat.

Ausländerrechtlich stellt der Studienfachwechsel einen Wechsel des Aufenthaltszwecks dar. Er muss deshalb auch vorher bei der Ausländerbehörde beantragt werden, weil sonst die bisherige Aufenthaltserlaubnis erlischt. Er wird in den ersten 18 Monaten des Studiums in der Regel genehmigt, danach nur noch, wenn die Universität bescheinigt, dass sich die Gesamtstudiendauer um nicht mehr als 18 Monate verlängert.

Achtung! Wichtiger Hinweis:

Der Studienaufenthalt kann beendet werden bei

  • Studienfachwechsel nach Ablauf der ersten 3 Studiensemester
  • zu erwartender zeitlicher Verzögerung um mehr als 3 Studiensemester in Bezug auf die durchschnittliche Studiendauer. Vor jeder Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis wird geprüft, ob ein Studienabschluss innerhalb dieses Zeitrahmens noch erreicht werden kann. Sollte dies nicht realistisch sein, kann die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis auch schon zu einem früheren Zeitpunkt abgelehnt werden.
  • Exmatrikulation aufgrund endgültigen Nichtbestehens einer Prüfung.

Hinweis: Bei Exmatrikulation erlischt die Aufenthaltserlaubnis automatisch. Der weitere Aufenthalt ist damit illegal. Bitte nehmen Sie in diesem Fall umgehend Kontakt mit der Ausländerstelle auf.

Sobald ansatzweise die Gefahr besteht, dass einer der genannten Sachverhalte eintritt, wird die Beratung durch das IBZ dringend empfohlen.

Studienvorbereitende Maßnahmen (Deutschkurse und Studienkolleg)

Die maximale Aufenthaltsdauer für studienvorbereitende Maßnahmen einschließlich Studienkolleg beträgt 2 Jahre, Aufenthalte zum Sprachkurs für die DSH oder Test DaF-Prüfung dürfen 18 Monate nicht überschreiten. Bei Überschreiten der Frist ist mit Aufenthaltsbeendigung zu rechnen.

Arbeiten und Jobben während des Studiums

Hier wird zwischen Nicht-EU- und EU-Angehörigen unterschieden:

Für Nicht-EU-Angehörige gilt:

  • Beschäftigungen, die insgesamt 90 Arbeitstage bzw. 180 halbe Tage 1= bis zu 4 Stunden täglich) im Jahr nicht übersteigen, sowie studentische Nebentätigkeiten, sind arbeitserlaubnisfrei und werden mit Erteilung der Aufenthaltserlaubnis generell zugelassen.
  • Während des studienvorbereitenden Deutschkurses ist eine Beschäftigung nur an Wochenenden und gesetzlich en Feiertagen (bis zu insgesamt 90 Tagen bzw.180 halben Tagen) im Jahr gestattet.
  • Darüber hinaus gehende Beschäftigungen sowie selbstständige Erwerbstätigkeit sind nicht zugelassen.

Für EU-Angehörige gilt:

  • Studierende aus Alt-EU-Ländern dürfen so viel arbeiten wie sie wollen. Eine Arbeitserlaubnis ist nicht erforderlich.
  • Für Studierende aus Neu-EU-Ländern (Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern) sind Beschäftigungen, die insgesamt 90 Arbeitstage bzw. 180 halbe Tage (= bis zu 4 Stunden täglich) im Jahr nicht übelsteigen, erlaubt. Für darüber hinausgehende Beschäftigungen wird eine Arbeitserlaubnis von der Bundesagentur für Arbeit benötigt.

Nützliche Adressen:

  • Allgemeine Studienberatung (IBZ) der Universität, Schlossplatz 3, Zi. 0.021, 91054 Erlangen, Tel.: 09131/85-23333, -24444, www.uni-erlangen.de/studium/service-beratung/studienberatung.shtml;
  • Referat für internationale Angelegenheiten (RIA) der Universität, Schlossplatz 3, Zi. 1 .026, 0.047, 91054 Erlangen, Tel.: 09131/8524801, -25795, www.uni-erlangen.de/internationales;
  • Katholische Hochschulgemeinde, Sieboldstr. 3, 91052 Erlangen, Tel.: 09131/24146, www.kho-erlangen.de;
  • Evangelische StundentInnen Gemeinde, Hindenburgstr. 46, 91054 Erlangen, Tel.: 09131/22942, www.esg-erlangen.de;
  • Ausländer- und Integrationsbeirat der Stadt Erlangen, Rathaus, Rathausplatz 1, 91052 Erlangen, www.erlangen.de/aib; Sprechstunde jeden Montag von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr (Tel. 09131/861338), Zimmer 316;
  • Islamische Gemeinde in Erlangen e.V., Am Erlanger Weg 2, 91052 Erlangen, www.erlanger-moschee. de;
  • Ausländerbehörde der Stadt Erlangen, Rathausplatz 1, Zimmer 214/215, Tel. 09131/862879, 09131/862451;
  • Meldebehörde der Stadt Erlangen, Rathausplatz 1, Erdgeschoss – Bürgeramt Tel. 09131/861616.

 

Nadja Steger

15.06.2013
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