Wiedersehen in Erlangen
Am 27. und 28. Mai 2010 war es endlich so weit. Man hatte einen Termin für den schon lange ausstehenden Gegenbesuch der Schülergruppe des Otto-Schott-Gymnasiums Jena in Erlangen gefunden. Kennengelernt hatten sich die jungen Leute aus den Partnerstädten im Rahmen des Filmprojekts, von dem auf der Homepage bereits ausführlich berichtet wurde. Nun wollte man mehr voneinander erfahren und gemeinsam in Erlangen und Nürnberg auf Entdeckungstour gehen. Niemand wird behaupten, es sei Zufall gewesen, den Besuch just auf die Bergkirchweih zu legen, aber auf ausgelassenes Feiern wird auch keiner den Aufenthalt der Gäste reduzieren wollen. Da ja leider der Jugendaustausch in seiner klassischen Form zwischen Erlangen und Jena zum Erliegen gekommen ist, sind es gerade die Schulkontakte, getragen vom Marie-Therese-Gymnasium und dem Angergymnasium, die von Beginn an dabei sind, und dem neuen Tandem Ohm / Schott, denen die Aufgabe zuwächst, junge Menschen zusammenzubringen.

Das Fazit des Besuchs, über das sich Bürgermeisterin Elisabeth Preuß beim Empfang im Rathaus freuen kann: Es bleibt nicht bei den bisherigen Begegnungen. Für das nächste Schuljahr hat man sich schon über eine Fortsetzung geeinigt. Aller Voraussicht nach werden Schüler beider Gymnasien an einem Projekt in Zusammenhang mit Weimar und Buchenwald arbeiten, jenem Kontrastthema, das in unmittelbarer Nähe zu Jena die Widersprüchlichkeit Deutschlands eindrucksvoll erlebbar macht: hier der Höhepunkt von Klassik und Humanität, dort der Tiefpunkt einer menschenverachtenden Ideologie. Ein weites Thema für Schüler im 20. Jahr der Wiedervereinigung.
PS, 18.05.2010