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Die Fortsetzung des musikalischen Märchens



Die Gefahr, ins Schwärmen zu geraten, ist groß, und es ist ja auch ach so süß, ihr zu erliegen, wenn man noch einmal nachliest, was der Blog schon von den Sangesbanden zwischen den Mädchenchören des Christian-Ernst-Gymnasiums Erlangen und der Kinderkunstschule Nr. 3 aus Wladimir zu vermelden hatte. Dieses musikalische Märchen, wie es nur die Partnerschaft ersinnen und erzählen kann, findet nun vom 13. bis 21. Juli seine Fortsetzung: Der Akademische Chor der Kinderkunstschule Nr. 3 kommt nach Erlangen und tritt hier am 20. Juli um 19.00 Uhr in der Hugenottenkirche auf, – gemeinsam mit dem Partnerchor vom CEG unter Leitung von Joachim Adamczewski.  

Der Wladimirer Mädchenchor wurde bereits 1975 gegründet und setzt sich damals wie heute aus Schülerinnen zusammen, die an der Kinderkunstschule den Zweig Vokalmusik belegen. Das Ensemble entfaltet eine vielfältige Auftrittspraxis, kommt aber nun zum ersten Mal nach Erlangen und überhaupt nach Deutschland. In Wladimir sind die Mädchen immer wieder in den großen Sälen zu hören, treten jedoch auch beim Stadtfest unter freiem Himmel auf. Zum Repertoire gehören Werke von russischen und europäischen klassischen Komponisten, Bearbeitungen von russischen Volksliedern sowie moderne Chorlieder aus Rußland und der ganzen Welt bis hin zu Musicals.  Immer wieder nimmt der Chor – ohne je im Ausland gewesen zu sein – auch an internationalen Wettbewerben und Festivals teil. In der Nominierung „akademischer Chor“ belegte das Ensemble erste Plätze bei Wettbewerben in Moskau, Susdal und Balaschicha oder beim internationalen Festival „Windrose“ in Rybinsk. 2001 nahmen die Mädchen am 1. Internationalen Chorkongreß in Moskau teil, und 2007 waren sie Gastgeberinnen des 1. Internationalen Chorfestivals „Die Kinder des Planeten halten Freundschaft“ in Wladimir.

Mädchenchor Wladimir

Künstlerische Leiterin des Chores und Pädagogin für Chorgesang ist Irina Sneschina, die den Titel “verdiente Künstlerin der Russischen Föderation“ trägt. Ebenso wie ihr Mann, Alexander, kennt sie Erlangen seit den frühen 80er Jahren, denn beide gehörten zum „Stammpersonal“ des Kammerchores von Eduard Markin. Beide waren darüber hinaus Mitglieder der Tournee- und Konzertvereinigung „Zusammenarbeit“ beim Kulturministerium der Russischen Föderation in Moskau und sammelten so in der weiten Welt Bühnenerfahrung.

Seit 2002 steht Jelena Ulybina am Pult. In iherer Eigenschaft als Dirigentin ist sie stellvertretende Direktorin der Schule und zuständig für die pädagogische Arbeit. Ihrer großen künstlerischen Verdienste wegen wurde sie, selbst Absolventin der Jugendkunstschule Nr. 3, 2009 in die 5. Auflage der russischen Enzyklopädie „Begabte Kinder, die Zukunft Rußlands“, Rubrik „Ehrentafel“, aufgenommen. 

Irina Scharowa begleitet den Chor am Klavier. Ihr Spiel erfährt von Fachleuten höchste Anerkennung. Auf allen internationalen Wettbewerben und Festivals, an denen sie bisher teilgenommen hat, erhielt sie Diplome und Auszeichnungen als beste „Konzertmeisterin“.      

Geleitet wird die Jugendkunstschule Nr. 3 seit 1987 von Alexander Sneschin. Er ist es auch, der die Einrichtung in den letzten Jahren zu einer der größten in der ganzen Wladimirer Region gemacht hat. Mehr als 1.000 Kinder erhalten hier außerschulischen Unterricht in allen Sparten und Disziplinen der Musik, Kunst und Choreographie. Nicht nur der Mädchenchor, sondern auch andere Ensembles und Gruppen sind Träger höchster Auszeichnungen, und viele Schüler erhalten von der Stadt oder dem Gouvernement Wladimir ein Stipendium, bevor sie sich dann professionell an Hochschulen ausbilden lassen. 

Alexander Sneschin, der als Sänger im Kammerchor von Eduard Markin nicht nur mehrfach Erlangen besuchte, sondern auch die USA, Chile, Italien, Holland, Kuba, Österreich, Polen, Norwegen, Spanien und Israel bereiste, ist Träger der Verdienstmedaille des Ministeriums für Kultur der Russischen Föderation sowie der höchsten gesellschaftlichen Auszeichnung „für seinen Beitrag zur Entwicklung der Bildung“ und gehört als korrespondierendes Mitglied der Internationalen Akademie der Gesellschaftswissenschaften an.

Wir dürfen uns auf ein großartiges Konzert feiern. Und das „Wir“ kann gar nicht groß genug sein. Weitersagen! Der Eintritt ist übrigens frei. Spenden werden aber gerne angenommen. Ach ja, zum genüßlichen Nachlesen und zur Steigerung der Vorfreude noch die Links: http://erlangenwladimir.wordpress.com/2009/01/06/zum-auftakt-zwei-konzerte-fur-wladimir und http://erlangenwladimir.wordpress.com/2009/12/11/viele-verachten-die-edle-musik.

Kontakt

© 2012 Stadt Erlangen
Datum: Sonntag, 27. Mai 2012
URL:
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