Mit Herz und Verstand für Erlangen
Integration und Internationale Beziehungen
Mit der Aufnahme französischer Glaubensflüchtlinge im Jahre 1686 beginnt Erlangens Geschichte als internationale Stadt. Offen aus Tradition -diesem Motto will die Hugenottenstadt jeden Tag auf’s Neue durch Respekt und Toleranz gerecht werden.
Dazu tragen die mittlerweile 14 internationalen Beziehungen mit Städtepartnerschaften,Freundschafts- und Patenstädten und Kooperationen bei, die von nahegelegenen deutsch-deutschen und europäischen Partnerschaften bis nach Asien sowie Nord- und Mittelamerika reichen.
Das Selbstverständnis der Stadt Erlangen ist geprägt durch das friedliche Zusammenleben und die Verständigung von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Die Integration ist für die Stadt Erlangen eine ihrer zentralen kommunalpolitischen Aufgaben. Sie orientiert sich an der Lebenslage der Menschen und nicht an ethnischen Merkmalen oder der Staatsangehörigkeit. Der wechselseitige Prozess der Integration bezieht alle Menschen mit Migrationshintergrund ein, die ihren Lebensmittelpunkt in Erlangen haben – unabhängig wie lange sie bereits hier leben.
Die Menschen aus den 137 in Erlangen lebenden Nationen werden seit über 30 Jahren von einem der ältesten Ausländer- und Integrationsbeiräte Deutschlands vertreten. Projekte, an denen der Ausländer- und Integrationsbeirat intensiv mitgewirkt hat, sind unter anderem die Deutsch-Offensive zur Verbesserung der Sprachkompetenz, Informationskampagnen zur Einbürgerung bzw. doppelten Staatsbürgerschaft sowie das kommunale Leitbild für Integration.
Seit 2004 fördert die Stadt mit Unterstützung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge die Integration deutscher Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion. Mit dem MIR-Projekt und seit 2007 mit dem Integrationsprojekt SPUTNIK sollen die Grundlagen für eine gelungene Integration der Spätaussiedler gelegt werden.