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Text vorlesen Deutschland Land der Ideen: Frischluft-Farbe

Deutschland Land der Ideen: Frischluft-Farbe



Mittwoch, 4. März 2009; Veranstaltung: Tag der Chemie


Raumpfleger

Diese Wandfarbe ist ein Multitalent. Innen und außen sorgt sie für einen angenehmen Geruch und schadstofffreie Luft. Die Farbe, die vom Institut für Anorganische Chemie der Universität Erlangen-Nürnberg und der Firma STO entwickelt wurde, lässt typische Wohnungsgerüche wie Küchendunst und kalten Zigarettenrauch verschwinden.

Und auch Schadstoffe, die sich in der Zimmerluft ausbreiten, baut die Wandfarbe ab. Dazu gehört zum Beispiel Formaldehyd, das aus geklebten Möbelteilen oder Teppichen austreten kann. Einzige Voraussetzung für die Luftreinigung: Tages- oder Lampenlicht.

Dahinter steckt keine Zauberei, sondern ausgefeilte Chemie in Form eines Katalysatorpulvers. Um den Extrakt herzustellen, haben die Forscher Titanoxid chemisch modifiziert. Diese Metallverbindung kommt beispielsweise in Zahnpasta als Scheuermittel vor. Der neue Bestandteil der Farbe bringt mit Hilfe von Licht und Sauerstoff den gewünschten chemischen Prozess in Gang. Als ungefährliche Endprodukte bleiben schließlich nur winzige Mengen Kohlendioxid und Wasser.

Adresse:
Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Anorganische Chemie
Egerlandstraße 1
91058 Erlangen (Bayern)
Tel: 09131/8527363
www.uni-erlangen.de
Öffnungszeiten:

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