Aktuelles aus und über Wladimir
Die emsigen Helfer aus der Klasse 4c 
Fast genau ein Jahr ist es her, seit die 3. Klasse von Christine Delfs aus der Heinrich-Kirchner-Schule am 9. Januar 2009 im Rathaus mehr als 500 Euro für die Kinderkrebsstation in Wladimir an Oberbürgermeister Siegfried Balleis übergeben hat. Damals hatten die Kinder Karten mit Motiven zum Thema “Heimat” verkauft, eine Aktion des Serviceklubs “Soroptimist International”. Die jetzige Spende für die kranken Altersgenossen in der Partnerstadt, erwirtschaftet mit einem Pausenstand voll leckerer, von zu Hause mitgebrachter Stärkungen, ist Ergebnis einer Dienstleistung, die Appetit auf mehr macht. So zumindest kann man den Jungen aus der Klasse 4 c verstehen, der meinte, er habe wegen seiner Liebe zu Pizza besonders viel zum Spendenerfolg beigetragen.

Einen Schultag lang essen für Wladimir – und siehe da, schon sind 170 Euro zusammen, die den kleinen Krebspatienten helfen sollen, ihr schweres Schicksal leichter zu tragen. Was denn genau dafür angeschafft werde, wollen die Spender natürlich gerne wissen. Darüber kann schon bald, Ende Februar, Swetlana Makarowa, die Chefärztin des Kinderkrankenhauses, Auskunft geben, wenn sie mit zwei Kolleginnen zu einer Hospitation nach Erlangen und in die Klasse 4 c kommt. Die Besucherinnen werden sich da übrigens gleich wie zu Hause fühlen, denn ein Mädchen aus der Klasse kann sie auf Russisch begrüßen, ganz so wie sie es mit dem gestrigen Gast tat, der die Spende entgegennehmen durfte.
Klasse 4 c
Andere Fragen sind leichter zu beantworten, etwa nach dem russischen Winter, nach den Preisen für Yugioh-Karten, nach der Größe Wladimirs. Ein junger Fan von Bayern München interessiert sich für die Kicker von Torpedo Wladimir. Als er hört, daß die Mannschaft von ihrer sportlichen Leistung her in die 1. Liga aufsteigen könnte, das sich aber wegen zu schwacher Finanzen nicht leisten kann, meint er spontan, man sollte vielleicht auch für den Verein sammeln. Dieses Angebot wird man wohl noch ein wenig zurückstellen, aber es zeigt doch, was die Schüler schon fürs Leben gelernt haben: Geben ist seliger als nehmen. Das zu wissen und danach zu handeln, ist wichtiger als die besten Noten im Zeugnis. Schön, wenn so etwas in der Schule vermittelt wird. Christine Delfs jedenfalls tut dies seit bald fünfzehn Jahren mit erstaunlicher Beständigkeit und erfreulichem Erfolg. Dafür sei ihr, den Eltern und natürlich allen Klassen, die mitgemacht haben, herzlich gedankt.
Viel zu schnell erklingt der Gong. So macht Schule Freude! Und schon bald gibt es ein Wiedersehen und Antworten auf viele neue Fragen. Mehr zum Thema auch unter dem Eintrag vom 10. Januar 2009.