Ausstellungen
Sonntag 04. Dezember 2011 bis Sonntag 04. März 2012,
Eine Kunstreise nach Jena
Von Renoir bis Picasso -
Eine Kunstausstellung in Jena
Der Kunstkreis Tennenlohe hat sich unter Leitung von Dietrich Puschmann einen guten Namen nicht nur im Ortsteil sondern in der Gesamtstadt Erlangen gemacht. Der Verein richtet nämlich sein Augenmerk nicht nur auf die lokale Szene, sondern organisiert auch immer wieder Reisen zu Ausstellungen. Zum wiederholten Mal führte jetzt im Dezember eine Gruppenfahrt nach Jena zu einem ganz besonderen Kunsterlebnis, zu einer Ausstellung, die sicher in den nächsten drei Monaten noch mehr Gäste aus Erlangen in die Partnerstadt locken wird.

Das „Musée du Petit Palais“ in Genf beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen französischer Kunst. Nur, seit dem Tod seines Gründers Oscar Ghez ist es nicht mehr öffentlich zugänglich. Ganz selten werden Teile der Sammlung auf Reisen geschickt. Erik Stephan, dem Kurator der Kunstsammlung Jena, gelang das Kunststück, zwei Gastspiele für sein Haus zu organisieren. Nach „Von Manet bis Renoir“ vor drei Jahren wird jetzt bis zum 4. März 2012 die Folgeausstellung „Von Renoir bis Picasso“ gezeigt, die der sogenannten „École de Paris“ gewidmet ist.
Der „Kunstkreis Tennenlohe e.V.“ nahm die Ausstellung am 10. Dezember zum Anlass für eine Tagesfahrt in die Partnerstadt. Da die Teilnehmerzahl wegen des zusätzlichen Besuches der „Anna-Amalia-Bibliothek“ im benachbarten Weimar auf 40 beschränkt war, musste zahlreichen Interessenten abgesagt werden.
Auch wenn während der Fahrt von Tennenlohe nach Jena im Fichtelgebirge Schneeflocken fielen – wir passierten sogar die Stelle eines schlimmen Glatteisunfalls – war unser Ausflug vom Wetter begünstigt. Ab der thüringischen Landesgrenze schien die Sonne.
Die Jenaer Kunstsammlungen liegen am Marktplatz, der – auch eine Duplizität zu Erlangen – Platz für einen der Jenaer Weihnachtsmärkte bietet. Bei einem Blick durch die Marktstände konnten die Erlanger schönes Kunstgewerbe bewundern. Mit Museumsöffnung ließen wir uns durch die Ausstellung führen, die neben Arbeiten einiger bekannter Künstler viel hier bisher nicht Gesehenes zeigt. Während sich bei uns die „klassische Moderne“ entwickelte, folgte man in Frankreich gänzlich anderen Strömungen. Die Erlanger Besucher waren jedenfalls begeistert. Mancher nahm sich vor, wiederzukommen, um die Ausstellung noch einmal in Ruhe zu genießen. Vom Bahnhof sind es ja nur ein paar Schritte.
Nachdem sich die Reisegesellschaft in einem Restaurant neben dem Museum gestärkt hatte, ging es am frühen Nachmittag nach Weimar, wo wir nicht nur durch die berühmte Bibliothek geführt, sondern auch in die „Weimarer Klassik“ eingeführt wurden. Ein gemütlicher Bummel über den wunderschönen Weimarer Weihnachtsmarkt schloss den Aufenthalt in Thüringen ab.
Dietrich Puschmann, 23.12.11