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Text vorlesen Kinder, Kinder!

Kinder, Kinder!



Mit einer Vielzahl von Initiativen und Investitionen, die trotz schwieriger Haushaltslage direkt oder indirekt getätigt werden, nähert sich die Kommune ihrem erklärten Ziel Schritt für Schritt an. Eine Situation, die nicht nur den Familien, sondern dem Wirtschaftsstandort Erlangen insgesamt zugute kommt. Einige Beispiele verdeutlichen, was in der Hugenottenstadt in den letzten 10 - 15 Jahren geleistet wurde.

Wohnen

So ist z. B. Erlangens Wohnungs- und Baulandpolitik ein wichtiges Element dieser kommunalpolitischen Orientierung. Mit einer aktiven Baulandausweisung, mit attraktiven Konditionen für Immobilieninteressenten, mit verschiedenen Vergünstigungen bzw. Fördermaßnahmen, sowie mit einem eindrucksvollen Angebot an Spielplätzen und Betreuungseinrichtungen lockt die Kommune insbesondere junge Familien.

Die beiden Vorzeigegebiete in diesem Sinne sind zum einen der Entwicklungsbereich Erlangen-West in Büchenbach sowie der Röthelheimpark im Stadtosten. Hier entstanden in den letzten Jahren gleichsam zwei neue Stadtteile. Beide zeichnen sich durch eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität aus. Und natürlich wurden die Belange von Kindern und Familien schon in der Planungsphase gründlich mit einbezogen.

Spielflächen und Freizeitanlagen

Wie wichtig dem Oberbürgermeister, dem Stadtrat und der Verwaltung gerade die Interessen der Jüngsten und Jüngeren unter den etwa 103.000 Erlanger Bürgerinnen und Bürgern sind, belegt die Existenz von zur Zeit mehr als 120 Öffentlichen Spiel- und Bolzplätzen, Freizeit- und Trendsportanlagen.

Und es gibt sogar ein eigenes Spielplatzbüro im Kultur- und Freizeitamt, das sich in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Stadtgrün um die Gestaltung und Ausstattung dieser Einrichtungen kümmert. Bei größeren Sanierungen und bei der Neukonzeption von Spielflächen legt man im Rathaus im Übrigen großen Wert auf die Berücksichtigung von Wünschen und Anregungen der Nutzer. Deshalb werden im Rahmen von Informationsveranstaltungen zunächst Wünsche und Vorstellungen von Kindern und Eltern gesammelt - wobei die schutzberechtigten Interessen von Anwohnern natürlich nicht außer Acht bleiben.

Bei Interesse besteht im Übrigen oftmals auch die Möglichkeit, im Rahmen von Planungsgruppen an der Weiterentwicklung der Ideen bis hin zur Umsetzung mitzuwirken.

Schulen

Wer Kinder hat, braucht Schulen. Und Schulen gehören zu den wichtigsten Einrichtungen einer Stadt. Zu diesem "pädagogischen Glaubensbekenntnis" bekennt sich Erlangen seit jeher.

Und mit seiner Palette von 33 Öffentlichen Schulen (davon 3 städtische) mit aktuell rund 17.000 Schülerinnen und Schülern wird die Kommune ihrem Anspruch, nicht nur Universitäts- und Medizinstadt sowie international bedeutender High-Tech-Standort zu sein, sondern auch eine Schulstadt ersten Ranges, voll gerecht. Und dass die Stadtoberen mit der Siemens AG als Hauptsponsor sich erfolgreich für die Ansiedlung der Franconian International School eingesetzt haben, beweist den starken Willen der Stadt, sich auch auf diesem Feld für jeden Vergleich zu rüsten.

Kindertagesstätten

Vor besonderen Schwierigkeiten stehen Eltern grundsätzlich dann, wenn Vater und Mutter arbeiten wollen bzw. auf ein zweites Einkommen angewiesen sind, also Familie und Beruf unter einen Hut gebracht werden müssen. Auch hier hat Erlangen gehandelt - nachhaltig.

So werden Familien bei der Suche nach Betreuungsmöglichkeiten unterstützt. In einer "Platzbörse" haben Mütter und Väter die Möglichkeit, sich Über die Belegung der in Frage kommenden städtischen Einrichtungen zu informieren. Ein Großteil der Informationen kann dabei bequem von zu Hause aus via Internet (www.erlangen.de, Menüpunkt: Kinder und Familie) abgerufen werden.

Dank der Vielzahl eigener Kinderbetreuungsstätten und einer finanziellen Förderung von Einrichtungen freier Träger gibt es in Erlangen eine überdurchschnittlich hohe Versorgungsquote - im Kindergartenbereich liegt sie sogar bei 100%. Bei den Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder, also Krippenplätzen und Tagesmütterangebot, kann Erlangen ebenfalls einen respektablen, überdurchschnittlichen Versorgungsgrad von 17% vorweisen. Zunehmend wichtiger wird hierbei das Engagement von Arbeitgebern, die - wie beispielsweise die Siemens AG und die Universität  - den Nutzen für alle Beteiligten erkannt haben, wenn Eltern Ihre Kinder während der Arbeitszeit gut behütet wissen.

Erlanger Bündnis für Familien

Einen wichtigen Schritt nach vorn auf dem Weg zu noch mehr Kinder- und Familienfreundlichkeit hat Erlangen mit der Gründung des Erlanger Bündnisses für Familien im Juli 2005 getan.

Dieses Netzwerk von öffentlicher Hand, Wirtschaft, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Schulen, Kammern und Interessenvertretungen von Eltern setzt sich gemeinsam dafür ein, die Situation für Familien mit Kindern weiter zu verbessern. Eine bündniseigene Homepage informiert ausführlich über die Initiative, über Termine und das Angebot, selbst Partner dieses Netzwerks zu werden.

Wie erfolgreich das Bündnis in den ersten zwei Jahren seines Bestehens agiert, zeigen vier Beispiele:

  1. Die Siemens AG bietet seit mehreren Jahren für eigene Mitarbeiterkinder in den Sommerferien eine Ferienbetreuung an. Diese steht auch Erlanger Grundschulkindern offen. Zur Sicherstellung der Betreuung in den übrigen Schulferien (außer in den nachfrageschwachen Weihnachtswochen) wird dieses Angebot vom Familienbündnis seit dem Schuljahr 2006/2007 um eine stadtweite Ferienbetreuung für Erlanger Schulkinder erwerbstätiger Eltern ergänzt. Nur die Hälfte der Kosten wird auf die Familien umgelegt, den Rest decken Sponsorengelder ab. Für sozial schwache Familien besteht zudem die Möglichkeit einer weiteren Kostenreduzierung. Mit dabei sind der Deutsche Kinderschutzbund, GFI GmbH, Grünes Sofa e.V., Jugendfarm e.V., Lebenshilfe Erlangen, Pfadfinder und Siemens.

  2. Seit kurzer Zeit hält das Erlanger Familienbündnis auf der städtischen Homepage (www.erlangen.de, Menüpunkt: Kinder und Familie) auch den sogenannten Familienatlas für Erlanger Familien als virtuelles Nachschlagewerk bereit. Er enthält eine Fülle von Informationen und erleichtert vor allem den Überblick über die breite Angebotspalette.

  3. Das Känguru-Notfall-Telefon: Diese vom Deutschen Hausfrauenbund / Erlangen und der Siemens-Betriebskrankenkasse ins Leben gerufene Einrichtung hilft in akuten Notfällen kurzfristig mit einer "Ersatz-Mami" aus, wenn Kinder erkranken und die Eltern am Arbeitsplatz unabkömmlich sind.

  4. Das jüngste Projekt des Erlanger Bündnisses sind schließlich die Familienpatenschaften. Ehrenamtlich tätige Patinnen und Paten aller Altersstufen erhalten hierfür eine umfassende mehrtägige Ausbildung, die sie befähigt, Familien ganz spezifisch weiterzuhelfen - z. B. als Bildungspate oder Unterstützer bei der Bewältigung alltäglicher Probleme.

Besondere Unterstützungsangebote

Aus dem umfangreichen familienpolitischen Portfolio in der Stadt Erlangen muss an dieser Stelle noch kurz auf drei Einrichtungen hingewiesen werden, die grundlegende Arbeit leisten. So gibt es seit dem Sommer 2005 eine ehrenamtliche Kinderbeauftragte, die sozusagen als Ombudsfrau für die Jüngsten unter den Erlangerinnen und Erlangern deren spezifische Interessen in den kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen vertritt.

Einen weitgehend identischen Arbeitsansatz pflegt seit einigen Jahren das jeweils auf zwei Jahre gewählte kommunale Jugendparlament für die Gruppen der 12 - 18-Jährigen.

Und auch wenn es namentlich bislang nicht genannt wurde: Das Stadtjugendamt bildet natürlich so etwas wie das Fundament aller Kinder und Jugend betreuenden Tätigkeit in der Stadt. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter decken mit großem Engagement die ganze Palette der spezifischen kommunalen Aufgaben ab, kooperieren mit zahlreichen Partnern und sind dabei stets auf der Suche nach innovativen Ideen, ihr Leistungsangebot auszubauen bzw. zu verfeinern.

So organisiert die kommunale Dienststelle beispielsweise seit kurzem das Modellprojekt "Guter Start ins Kinderleben" - eine Art Expertennetzwerk, das nicht zuletzt für die fachlich-inhaltliche "Absicherung" der diversen Aktivitäten eine Arbeitsplattform darstellt - ein Projektname wie ein i-Tüpfelchen (www.guter.start-ins-kinderleben.info).

Impressum:

(c) Stadt Erlangen, Sommer 2007

Redaktion: Peter Gertenbach, Jolana Hill, Bürgermeister- und Presseamt

Fotos: Bernd Böhner, Bürgermeister- und Presseamt, Sabine Ismaier, Jugendfarm e.V., Barbara Warner.

Info: www.erlangen.de, www.erlanger-familienbuendnis.de



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