Wladimir heißt willkommen!
25 Jahre Erlangen - Wladimir
Im Oktober 2008 feiern Erlangen und Wladimir das fünfundzwanzigjährige Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft. Sie hat eine lange Vorgeschichte, die mit dem Besuch von Schriftstellern aus der Sowjetunion bei einer Tagung der Europäischen Autorenvereinigung «Die KOGGE» 1978 in Minden begann.
Die Präsidentin, Dr. Inge Meidinger-Geise, konnte nach Absprache mit dem Erlanger Kulturreferenten, Dr. Wolf Peter Schnetz, den Aufenthalt der sowjetischen Kollegen durch einen Besuch in der Hugenottenstadt verlängern. Es folgten Gegeneinladungen für beide in die UdSSR (Moskau – Riga) im Jahr 1979.
Im Juli 1981 reisten Erlangens Oberbürgermeister Dr. Dietmar Hahlweg, SPD, Erwin Eßl, der Vorsitzende der «Bayerischen Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion e.V.» (heute «Bayerische Ostgesellschaft e.V.») mit nach Moskau. Vor dem Hintergrund der Entspannungspolitik und den guten Erfahrungen mit der fran-zösischen Partnerstadt Rennes, hatte Dr. Hahlweg den Wunsch nach einer deutsch-sowjetischen Jumilage im Gepäck.
Seine Idee fiel beim «Verband der sowjetischen Gesellschaften für Freundschaft und kulturelle Beziehungen mit dem Ausland» auf fruchtbaren Boden, und schon zwei Jahre nach den Gesprächen in Moskau war es so weit: Übermittelt durch die sowjetische Botschaft in Bonn traf ein offizielles Schreiben aus Wladimir in Erlangen ein.
Ermutigt von der Expertin für die Ostkirche an der FAU, Prof. Dr. Fairy von Lilienfeld, der die alte Hauptstadt der Rus mit ihren großartigen Sakralbauten und Fresken Andrej Rubljows vertraut war, vereinbarten die bis dahin einander fremden Städte Erlangen und Wladimir 1983 eine «Verlobungszeit», die 1987 mit der Unterzeichnung des bayernweit ersten deutsch-sowjetischen Part-nerschaftsvertrages offiziell bestätigt wurde.
Lesen Sie, wie die Geschichte weiterging. Peter Stegers Dokumentation ist spannend wie ein Roman. Sie finden sie zum Herunterladen unten unter Downloads.