3 Kinos - 1 Café
Das Kinozentrum Manhattan in Erlangen steht für anspruchsvolle Erstaufführungen im Multiplex-Standard. Die Kinotechnik des Filmhauses, das seit 1983 die Filmfreunde in Erlangen anzieht, wurde komplett überholt. Eine digitale Projektionsanlage für gestochen scharfe Bilder, das moderne Tonsystem mit DTS Mehrkanal-Tonsystem und glasklarem Dolby Digitalton sowie die neuen Leinwände sorgen im Manhattan für ungebremstes Kinovergnügen.
Trotz modernster Technik geht es in den drei Sälen für insgesamt über 300 Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes gemütlich zu. In den Komfortsesseln mit Riesenbeinfreiheit möchten manche auch gerne nach der Vorstellung noch sitzen bleiben. Zudem sind alle Kinosäle klimatisiert. Auch an die frisch Verliebten wurde gedacht: Sie finden ein gemeinsames Plätzchen in einem der Loverseats.
Besonders beliebt ist bei den Besuchern auch das Café im Manhattan, hier können sich die Kinogänger vor und nach den Vorstellungen in Ruhe über ihre Lieblingsszenen austauschen - sowohl drinnen als auch unter freiem Himmel.
"3 Kinos – 1 Café" ist das Motto der Erlanger Kultinstitution. Seit 1983 werden hier aktuelle Erstaufführungen, Kunstfilme, manchmal auch Wiederaufführungen und Archivfilme gezeigt. Woody Allens Film war der Namenspatron, Motive des New Yorker Stadtteils schmücken Café, Foyer und Kinoräume.
Mit über 300 Plätzen zählt das Manhattan zu den größeren Kinos in Erlangen. Auch bei Filmen mit Überlänge wird es auf den Kinosesseln nicht unbequem.
Vor und nach dem Kino lädt das angeschlossene Café zum Verweilen ein. Leckere und gesunde Snacks wie Mozzarella mit Tomaten oder der legendäre Fitnesssalat stillen den kleinen Hunger, als Nachtisch gibt es Joghurt mit Früchten und Granola. An winterlichen Nachmittagen genau das richtige Programm: Kakao mit Amaretto und danach ein schöner Film.
"Spätestens seit "Pulp Fiction" weiß die ganze Welt, daß einer der wesentlichsten Vorzüge europäischer Kinokultur darin besteht, sein Bier während der Vorstellung aus dem Glas trinken zu dürfen. Und so ist die Theke des Manhattan kurz vor Beginn der Filme im Manhattan-Kino immer heftig umlagert. Da geht es dann so hoch her wie zur guten alten Manhattan-Hochzeit, als es noch keine Konkurrenz durch Brasserie, Hausers und andere gab. Damals war es in den Abendstunden fast Pflicht für die jungen Schönen Erlangens, zwischen dezentem Chrom und Hochhaus-Kunstfotografie einen Drink zu nehmen. Heutzutage dagegen geht's weniger ambitioniert, sondern eher gemütlich zu.
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Dafür ist der Garten als entscheidender Anziehungspunkt in alter Pracht erhalten geblieben. Zwar sitzt man an einer der meistbefahrenen Straßen Erlangens, aber es ist immer wieder überraschend, wieviel Ruhe und Muße man hier dennoch findet, wenn man bei einem Cappuccino oder einem Bier die Seele baumeln lassen möchte. Ein Hoch dem Schutz der Hecken.
Und noch etwas bewährt sich seit Jahren: der Abendbummel von Nachbarhaus zu Nachbarhaus. Der Ablauf ist ganz einfach. Kino und Bier im Manhattan, ausgelassenes Treiben im Bogart's und dann einen Gute-Nacht-Cocktail in der Brasserie. Dazwischen tut man kaum zehn Schritte - die Güterhallenstraße macht's möglich."
(Stefan Mösler, aus: Nürnberg zwischen Sekt und Selters, Ars Vivendi Verlag, 10,50 €)