Menschen und Kulturen in Erlangen 25. Interkultureller Monat 2011

Liebe Erlangerinnen und Erlanger, sehr geehrte Gäste aus Nah und Fern,
mit großer Freude lade ich Sie auch in diesem Jahr herzlich dazu ein, gemeinsam
den Interkulturellen Monat zu begehen. Unter dem bundesweiten Motto
„Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“ feiern wir 2011 in Erlangen mit Festen,
Vorträgen, Ausstellungen, Diskussionen und anderem mehr ein besonderes Jubiläum,
denn der Interkulturelle Monat findet hier heuer bereits zum 25. Mal statt.
Das bedeutet 25 Jahre eines friedlich und kreativ gelebten Miteinanders über
kulturelle und andere Barrieren hinweg. Dafür gebührt allen Vereinen,
Religionsgemeinschaften, Initiativen und Einzelpersonen, die dies in enger
Kooperation mit dem städtischen Ausländer- und Integrationsbeirat in der
ganzen langen Zeit erst ermöglicht und gelebt haben, ein großer Dank, den ich
hiermit im Namen der gesamten Bürgerschaft gerne ausspreche.
Dieses interkulturelle Miteinander genießt in Erlangen einen besonderen,
historisch verankerten Stellenwert, wie ein Blick in die Vergangenheit be-weist.
Vor 325 Jahren kamen nämlich die ersten reformierten Glaubens-flüchtlinge,
vor allem Hugenotten aus Frankreich, in Erlangen an. Trotz anfänglicher
Schwierigkeiten bei Zuwanderern wie bei Einheimischen wur-den sie zu
Nachbarn, Mitbürgern und, wenn es sehr gut ging, zu Freunden. Ein erstes
Beispiel gelungener Integration in Erlangen und das Fundament unserer
Überzeugung, „offen aus Tradition“ zu sein.
Die Tatsache, dass dem interkulturellen Zusammenleben in Erlangen nicht nur,
wie in der bundesweiten „Interkulturelle Woche“, sieben Tage, sondern ein
ganzer Monat gewidmet ist, unterstreicht dieses Bekenntnis.
Ein weiteres besonderes Jubiläum in diesem Jahr ist der 50. Jahrestag der Unterzeichnung
des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Türkei. Die daraus resultierenden Entwicklungen und Veränderungen in
unserem Land werden deshalb in mehreren Veranstaltungen thematisiert und
gewürdigt.
Ich lade Sie deshalb sehr herzlich ein, sich intensiv am Interkulturellen Monat
zu beteiligen. Genießen Sie das Begegnungsangebot und den Austausch mit
Menschen verschiedener Herkunft und Konfession!