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Hilfe für Tsunami-Opfer



Am 17. März 2005 hat der Stadtrat der Stadt Erlangen drei Projekte als Schwerpunktprojekte der Stadt Erlangen beschlossen.

Die Flutkatastrophe hat auch in Erlangen eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Zahlreiche Bürger unserer Stadt unterstützen durch vielfältiges Engagement die Opfer der Flutkatastrophe. Runde Geburtstage, Vereinsjubiläen oder Feste werden als Anlass genutzt, um Gelder für Opfer der Flutkatastrophe zu sammeln.

Sowohl aus den Reihen der Beschäftigten der Stadt Erlangen wie auch aus der Bevölkerung kamen Anfragen, wie und wo effizient geholfen werden kann.

Festzustellen ist dabei, dass die Hilfe in Südostasien als langfristiges Projekt zu sehen ist. Hilfsorganisationen weisen darauf hin, dass die Soforthilfe zwar notwendig ist und war, dass aber viele Regionen, besonders solche ohne Tourismus, noch lange auf unsere Hilfe angewiesen sein werden, auch wenn die Flutkatastrophe aus den Schlagzeilen verschwunden sein wird.

Insofern macht es durchaus Sinn, sich über Projekte zu informieren und dann ein oder mehrere Projekte zu wählen, die von der Stadt und ihren Bürgern langfristig begleitet werden.

Besonders gut zu vermitteln sind dabei solche Projekte, wo schon vor der Katastrophe Kontakte bestanden, das heißt, wo Helfer/Projektleiter in Erlangen oder Umgebung mit einer betroffenen Region bereits vertraut sind, wo es in der betroffenen Region Ansprechpartner gibt, wo also Hilfe möglichst punktgenau und ohne anfallende Verwaltungskosten geleistet werden kann.

Auch Flutopfer aus der Region bzw. aus Bayern brauchen Hilfe. Die Verwaltung hat bereits über die Bayerische Staatsregierung und das Bayerische Rote Kreuz Informationen über Hilfsmöglichkeiten für hiesige Opfer angefragt.

Diese Projekte hat der Stadtrat als „unsere“ Projekte bestimmt:

Vorstellung des Projektes „Zukunft für Kottar“

Pfarrer Walter Ries aus Stegaurach bei Bamberg war schon vor der Flut dienstlich in Kottar an der Südspitze Indiens eingesetzt. Aus diesem Aufenthalt entstand der Verein „Zukunft für Kottar“, der Hilfe zur Selbsthilfe für die arme Bevölkerung und Patenschaften für Kinder vermittelt. Durch die Freundschaft zwischen Pfarrer Ries und Pfarrer Jeremias vor Ort konnte gezielte Hilfe geleistet werden, auch für Frauen und Kinder, die in besonderer Not leben, da die Männer, überwiegend Fischer, in Ausübung ihres Berufes oft im dort sehr rauen Ozean verunglücken und überdies der Alkoholismus ein gravierendes Problem ist.

Nach der Flut nahm Pfarrer Ries sofort Kontakt auf mit Pfarrer Jeremias. Die Nachrichten waren erschütternd. 37 Dörfer in der Region zerstört, über 7000 Hütten zerstört, auch Steinhäuser wie Schulen oder Kirchen, unzählige Todesopfer, so dass im Zweistundentakt Massenbeerdigungen abgehalten werden mussten, Hausrat, Boote, Netzte weggeschwemmt und damit die Lebensgrundlage der Menschen vernichtet.

Der Verein stellte seine Hilfe auf Fluthilfe um, wobei Kinder und Frauen vorher wie nachher Arbeitsschwerpunkt sind.

Sowohl der ASB wie auch das Erlanger THW begleiten dieses Projekt, das auch von der Bevölkerung gut angenommen wird, da man weiß, wo jeder Euro hingeht, Rückmeldungen kommen und keine Verwaltungskosten anfallen.

Spendenkonto:

Raiffeisenbank Hallstadt

BLZ: 770 630 48

Kto. 2 05 03 28 65

Ansprechpartner sind:

Frau Petra Lang, Hasenleite 1, 96163 Gundelsheim,
Tel. (09 51) 43302, Fax: (09 51) 2 99 65 24

Herr Pfarrer Ries, Pfarramt Stegaurach, Bamberger Straße 4,
Tel. (09 51) 2 92 85, Fax: (09 51) 9 92 10 79

Informationen zum Projekt „PINA“

Eine ähnliche Vorgeschichte hat auch das Projekt „PINA“, an der maßgeblich Klaus Biemann aus Erlangen beteiligt ist. Der entsprechende Verein betreut schon länger ein Hilfsprojekt auf Sri Lanka. Herr Biemann, der über den Jahreswechsel in Sri Lanka war, konnte vor Ort die Verwüstungen sehen und sich über dringend notwendige Hilfsmassnahmen unterrichten.

Wie das Projekt „Zukunft für Kottar“ ist dies ein Projekt, das in der Region verankert ist, wo Ansprechpartner vor Ort sind, wo Spender sicher sein können, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Auch dieses Projekt wird von der Bevölkerung gut angenommen, da Herr Biemann als Geschäftsmann angesehen und bekannt ist.

Spendenkonto:

Raiffeisenbank Erlangen eG

BLZ: 763 600 33

Kto. 2 56 18 24

Besuchen Sie auch die Internet-Seite von „PINA“ (siehe Link unten).

 

Nicht zuletzt ist „unser Erlanger THW“ mit seinen Spezialisten für die Wasseraufbereitung wieder einmal erfolgreich in einer Katastrophen-Region eingesetzt gewesen. Wie auf den Malediven, so auch in Sri Lanka wurde für Tausende Trinkwasser zur Verfügung gestellt.

Die THWler, die ihre Arbeit ehrenamtlich verrichten, sind ebenfalls für jeden gespendeten Euro dankbar, die Spenden werden in das Krisengebiet weitergeleitet.

Das Sammelergebnis der Sammelaktion Oberbürgermeister, Stadträte, Agenda21 usw. vom 15. Januar 2005 (ca. 1400 Euro) wurde zwischen dem THW Erlangen und dem Verein „Zukunft für Kottar“ aufgeteilt.

Spendenkonto:

Sparkasse Erlangen

BLZ: 763 500 00

Kto. 2 91 91

Unsere Nachbarstadt Nürnberg hat von der Agentur „InWEnt“ eine Patenschaft für ein Projekt der „Christoffel-Blinden-Mission“ vermittelt bekommen. Auf Ihrer Homepage (siehe Link unten) können Sie sich näher über die Tsunami-Hilfe unserer Nachbarstadt informieren.

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