seiten sprünge – Autoren in der Stadt
Lesungen von März bis Juli 2012
Im neuen Programm der Literaturreihe „seiten sprünge – Autoren in der Stadt“ sind zwischen März und Juli Andreas Altmann, Nina Bußmann, Jan Costin Wagner, Christoph Poschenrieder und Esther Kinsky mit ihren Neuerscheinungen zu Gast in Erlangen:
In seinem Roman „Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend“ erzählt Andreas Altmann aufreibend, kraftvoll und mit großer Poesie von seiner Kindheit und Jugend. Es ist eine Geschichte aus der beschaulichen deutschen Provinz voller Misshandlungen, Demütigungen, bigotten, tätlichen Pfarrern und verkappten Nazis, eine Zeit voller brutaler Gewalt und Schrecken ohne Ende. Im April stellt Nina Bußmann im neuen Ambiente des Theatercafés ihren Debütroman „Große Ferien“ vor. Der Roman erzählt von der intellektuellen Intimität zwischen dem Lehrer Schramm und seinem hochbegabten Schüler Waidschmidt, eine Nähe, die dem Lehrer schließlich zum Verhängnis wird. Mit unheimlicher Präzision zieht Nina Bußmann den Leser hinein in ein Indizienspiel von parabolischer Gestalt. Die Besucher der Kriminacht beim Poetenfest 2009 werden sich noch an ihn erinnern: Jan Costin Wagner, über den es heißt, dass er die besten skandinavischen Kriminalromane schreibe. Im Mai kommt er in die Stadtbibliothek, um aus seinem neuen Roman „Das Licht in einem dunklen Haus“ zu lesen, in dem der junge Ermittler Kimmo Joentaa auf der Suche ist nach einer unbekannten Toten, einer namenlosen Geliebten und einem Mörder, der sympathischer ist als seine Opfer. Im Roman „Der Spiegelkasten“ von Christoph Poschenrieder vertieft sich ein junger Mann in die Kriegs-Fotoalben seines Großonkels aus dem Ersten Weltkrieg – und je mehr er sich fragt, wie dieser der Hölle unversehrt entkommen konnte, umso tiefer gerät er selbst hinein: Ein bewegender Roman über die Macht der Erinnerung und die Kraft der Vorstellung. Und zum Abschluss des aktuellen Programms liest Esther Kinsky im Juli aus ihrem neuen Roman „Banatsko“. Darin feiert sie in sinnlichen, poetischen Impressionen, Naturbeschreibungen, persönlichen Geschichten und Anekdoten den Zauber einer Landschaft, des nördlichen Banat, dieses Niemandsland zwischen Ungarn, Serbien und Rumänien.
Das Faltblatt mit dem Lesungsprogramm können Sie sich hier herunterladen, außerdem liegt es in öffentlichen Einrichtungen aus und ist über das Kulturprojektbüro der Stadt Erlangen erhältlich (Tel: 09131 / 86-1030). Die Literaturreihe ist ein Kooperationsprojekt von Kulturprojektbüro, Stadtbibliothek und Volkshochschule der Stadt Erlangen sowie dem Kulturzentrum E-Werk.
Andreas Altmann liest aus „Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend“
Dienstag, 13. März 2012, 20.30 Uhr, Kulturzentrum E-Werk, Fuchsenwiese 1
Kartenvorverkauf im Kulturzentrum E-Werk, Tel: 09131/8005-55
Nina Bußmann liest aus „Große Ferien“
Donnerstag, 26. April 2012, 20 Uhr, Theatercafé, Theaterstraße 5
Kartenreservierung im Kulturprojektbüro der Stadt Erlangen unter Telefon: 09131/86-1030
Jan Costin Wagner liest aus „Das Licht in einem dunklen Haus“
Dienstag, 15. Mai 2012, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Erlangen, Marktplatz 1
Kartenvorverkauf in der Stadtbibliothek Erlangen, Tel: 09131/86-2282
Christoph Poschenrieder liest aus „Der Spiegelkasten“
Mittwoch, 20. Juni 2012, 20 Uhr, Wildenstein'sches Palais, Großer Saal, Friedrichstr.19
Kartenvorverkauf unter www.vhs.erlangen.de
Esther Kinsky liest aus „Banatsko“
Donnerstag, 12. Juli 2012, 20 Uhr, Bürgerpalais Stutterheim, Innenhof, Marktplatz 1
Kartenreservierung im Kulturprojektbüro der Stadt Erlangen unter Telefon: 09131/86-1030