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Entwicklungsgebiet Erlangen-West



Am 01.12.1981 hat die bayerische Staatsregierung die Verordnung zur förmlichen Festlegung der Entwicklungsmaßnahme Erlangen-West erlassen. Bis Ende des Jahres 2002 wurden 8 Baugebiete fast vollständig bebaut.

Lage und Größe

Bereichsplan Erlangen-West Änderungen vorbehalten!

Der Entwicklungsbereich liegt ca. 4 km westlich des Stadtzentrums Erlangen und umfaßt eine Fläche von ca. 110 ha. Im Osten und Südosten grenzt er an die bestehende Bebauung des Ortsteils Büchenbach an, im Westen an landwirtschaftliche Flächen und im Norden an den Talraum und die Weiherkette des Steinforstgrabens.

Städtebauliche Konzeption

Grundlage für die städtebauliche Konzeption ist der Kilpperplan, der 1977 als Sieger eines städtebaulichen Wettbewerbs im Rahmen einer Gutachterkonkurrenz hervorging. Neben der städtebaulichen Qualität war die Möglichkeit einer abschnittsweisen Realisierung des Gesamtkonzepts ausschlaggebend für die Entscheidung.

Kilpperplan

Der aktuelle Bereichsplan basiert in seinen Grundzügen auf dem Kilpperplan. Abweichungen ergeben sich insbesondere aus den Veränderungen der Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt (zunehmend Einfamilienhaus- statt Geschosswohnungsbau) und bei der Berücksichtigung der umweltrelevanten Belange.

Folgende Merkmale zeichnen die städtebauliche Qualität des Entwicklungsbereichs "Erlangen-West" aus:

  • Der aktuelle Bereichsplan zeigt übersichtliche, in sich geschlossene Wohngebiete mit max. 650 Wohneinheiten, welche durch Grüngürtel voneinander getrennt sind.

  • Die einzelnen Gebiete sind alle an einer "Zentrumsachse" angelagert (siehe Plan der Infrastruktur), die sich zwischen den zwei Versorgungszentren erstreckt und gleichzeitig das "Rückgrat" des städtebaulichen Konzeptes bildet.

  • Hohe bauliche und und gestalterische Qualität der Infrastruktureinrichtungen, die fast ausschließlich auf der Grundlage von Wettbewerben erzielt wurde.

  • Durch Innenringerschließung wird Ziel und Quellverkehr zwischen den Baugebieten vermieden.Verkehrsberuhigte Bereiche und ein weitläufig angelegtes Fuß- und Radwegenetz innerhalb der Gebiete charakterisieren eine umweltfreundliche Verkehrserschließung.

  • Differenziertes Angebot unterschiedlicher Baustrukturen (Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser, Geschoßwohnungsbau, Wohnungen mit Altenbetreuung).

  • Gliedernde Grünzonen zwischen den Baugebieten werden gleichzeitig als Retensionsflächen genutzt. Zur oberflächennahen Entwässerung werden Teiche und Entwässerungsmulden in den Baugebieten geschaffen.

  • Schonender Umgang mit den Ressourcen; die Regenwasserableitung erfolgt oberirdisch; Regenwasser wird in Zisternen gesammelt.

  • Ausbildung eines Ortsrandes durch Traufständigkeit der Gebäude und Verzahnung mit den Grünbereichen.

  • Passive Energiegewinnung durch Orientierung der Gebäude zur Sonne; ökologisches Bauen; Hinweise zu diesem Themenbereich sowie zu den aktuellen Fördermöglichkeiten finden sie auf den Seiten des Amtes für Umweltschutz und Energiefragen

Passivhaus
Passivhaus

Durchführung der Entwicklungsmaßnahme

Die Durchführung der Entwicklungsmaßnahme erfolgt ohne Einschaltung eines Entwicklungsträgers durch die Stadt Erlangen selbst. Die Federführung liegt beim Referat für Stadtplanung und Bauwesen. Als Instrumentarium zur Koordinierung und Umsetzung dient eine vom Planungsreferat geleitete Arbeitsgemeinschaft, die "AG West".

Der Grunderwerb und die Vermarktung der Baugrundstücke liegen in der Zuständigkeit des Liegenschaftsamtes.



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