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Universidad Friedrich-Alexander de Erlangen-Nuremberg

Öko-Wunder: Strom aus Körperwärme



Forscher mehrerer Fraunhofer-Institute haben eine Methode entwickelt, um aus der Körperwärme elektrischen Strom zu gewinnen.

Die Technik nutze die Unterschiede zwischen der Außentemperatur des Körpers - etwa in der Handfläche - und der Umgebungsluft, teilte das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) am Montag in Erlangen mit. Die auf diese Weise erzeugte Energie könnte beispielsweise medizinische Sensoren auf Intensivstationen von Krankenhäusern mit Energie versorgen.

Der Strom stammt aus sogenannten thermoelektrischen Generatoren. Diese speziellen Halbleiterbauteile bestünden aus einer rund vier Quadratzentimeter großen Platte, die die Wärme aufnehme. Darunter befinde sich eine Platte, die die Temperatur der kühleren Umgebungsluft habe. Die Forscher hatten bei ihrer Entwicklung das Problem zu lösen, dass für diese Art der Stromerzeugung bislang Temperaturunterschiede von mehreren zehn Grad Celsius erforderlich waren.

Man habe deswegen Schaltungen entwickeln müssen, die mit 0,2 Volt auskommen - üblicherweise arbeite Elektronik mit mehreren Volt, erklärte Teilprojektleiter Peter Spiess vom Erlanger Fraunhofer-Institut.

Eingesetzt werden könnte die neue Technik, wenn sie dann noch weiterentwickelt werde, nach Vorstellungen der Forscher überall dort, wo eine Temperaturdifferenz auftritt - etwa zur Kalkulation von Heizkosten, zur Überwachung der Kühlketten beim Gütertransport oder in Klimaanlagen.



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