Erlangen, en el centro de interés
Universitätsbibliothek
Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg
Schwerpunkte und Profil
Die Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg ist aufgrund ihrer umfangreichen Bestände ohne nennenswerte Kriegsverluste von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit der überregionalen Literaturversorgung in den Sondersammelgebieten Philosophie und Bildungsforschung beauftragt.
Nach dem Gesetz über die Ablieferung von Pflichtstücken ist die Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg als Regionalbibliothek für Mittelfranken pflichtexemplarberechtigt und sammelt traditionell Literatur über Mittelfranken und die ehemaligen Fürstentümer Ansbach und Bayreuth.
Die Bibliothek verfügt, aufbauend auf einem umfangreichen Altbestand, über ca. 930.000 Dissertationen von z.T. beträchtlichem historischen Wert und über ca. 31.400 Schulprogramme. Durch die Bibliothek Trew (inzwischen vollständig maschinenlesbar erfaßt) steht ein seltener und geschlossener Bestand zur Forschung zur Verfügung.
Darüber hinaus verwaltet die Universitätsbibliothek über 20.000 Graphikblätter, davon ca. 7.100 als "Graphische Sammlung der Universität" sowie eine umfangreiche numismatische Sammlung mit Münzen und Medaillen von der Antike bis ins 20. Jahrhundert.
Die UB Erlangen-Nürnberg in Zahlen
Die Universitätsbibliothek sorgt mit der Hauptbibliothek, den Technisch-Naturwissenschaftlichen, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen und Erziehungswissenschaftlichen Zweigbibliotheken und den 15 Teilbibliotheken mit insgesamt über 120 Standorten für die Literaturversorgung der Universität und deckt einen Fächerkanon ab, der von der Evangelischen Theologie bis zu den Ingenieurwissenschaften reicht.
Darüber hinaus dient die Universitätsbibliothek auch der spezialisierten Literaturversorgung der Bevölkerung im Raum Mittelfranken, für den sie als Regionalbibliothek auch pflichtexemplarberechtigt ist.
Die Universitätsbibliothek konnte im gesamten Bibliothekssystem 1996 ca. 8,2 Mio DM für die Bestandsvermehrung (Buchkauf und Einband) aufwenden, der Zuwachs an physischen Einheiten belief sich auf über 97.000, die Zahl der laufenden Zeitschriften auf 17.576.
Damit verwaltet die Universitätsbibliothek einen Gesamtbestand von über 4,5 Mio Bänden Druckschriften und über 282.000 Einheiten AV-Medien und sonstigen Materialien (Stand 31.12.1996).
Historische Entwicklung
Die Universitätsbibliothek entstand 1743, gleichzeitig mit der Gründung der Universität Erlangen. Den Grundbestand bildete die markgräfliche Hausbibliothek mit Schwerpunkten in den Wissenschaftszweigen Theologie, Jurisprudenz und Philosophie, durch Schenkungen des ersten Kanzlers der Universität Superville entstand ein medizinischer Grundstock.
In der Folgezeit konnte der Bestand durch umfangreiche Schenkungen ausgebaut werden: Noch im 18. Jahrhundert wurden die Bibliotheken des ehemaligen Zisterzienserklosters Heilsbronn (1748 und 1770), der Markgräfin Wilhelmine (1758) und des ehemaligen Franziskanerklosters St. Jobst bei Goldkronach (1794) eingegliedert, im 19. Jahrhundert folgten die Ansbacher Schloßbibliothek (1806) und die Bibliotheken der aufgelösten Altdorfer Universität (1818), darunter die Bibliothek des Arztes und Naturforschers Christoph Jakob Trew.
Erst im 19. Jahrhundert bildete sich ein fester jährlicher Bibliotheksetat heraus. Von nun an dominierten die Erwerbungsarten Kauf, Tausch und Pflichtablieferung.
Die Universitätsbibliothek, die seit ihrer Gründung unter Raumknappheit zu leiden hatte, erhielt 1913 einen eigenen Bibliotheksbau ("Altbau"). Sie überstand die beiden Weltkriege ohne nennenswerte Schäden und Verluste.
1962 wurden die Bibliotheken der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und der Pädagogischen Hochschule in Nürnberg angegliedert, 1967 wurde eine Ingenieuwissenschaftliche Zweigbibliothek am südlichen Stadtrand von Erlangen gegründet.
Mit dem Neubau eines Benutzungsgebäudes gegenüber dem Altbau erhielt die Universitätsbibliothek 1974 ihr bis heute gültiges Erscheinungsbild.