Carta del jefe del negociado cultural y juvenil
Brief des Kultur- und Jugendreferenten - Februar 2012
Liebe Erlangerinnen und Erlanger,
im Februar stehen im Stadtrat wieder die Haushaltsberatungen an. Das dicke Zahlenwerk liest sich nicht gerade spannend, und der Sitzungsmarathon der Beratungen entlockt auch manchem Stadtrat einen mehr oder minder tiefen Seufzer. Aber die Entscheidung über den Etat ist das wichtigste Steuerungsinstrument des Rates und letztlich die materielle Basis allen städtischen Handelns. Da kommt es eben darauf an, ob das Theater mit einem Defizit ins neue Jahr geschickt wird, oder im letzten Moment doch noch einen ausgeglichenen Start bekommt. Ob der Kulturservice für Schulen und Kitas endlich ein paar Stunden bekommt, sein Angebot auszubauen. Ob das Krippenausbauprogramm im bisherigen Tempo fortgeführt und das ehrgeizige Ziel einer knapp 50 %-igen Versorgung für unter Dreijährige erreicht werden kann. Wie die Unterstützung der Vereine künftig möglich ist. Ob der Umbau des Frankenhofs, die Sanierung des Egloffstein’schen Palais und die Funktionsfähigkeit des Theaters finanziell gesichert wird – und vieles mehr. Die Fachausschüsse haben zu all diesen Fragen ihre Meinung bereits gesagt. Jetzt liegt das entscheidende letzte Wort beim Stadtrat, der zur Haushaltsberatung am 16. Februar zusammentritt. Ich werde ein paar aktuelle Ergebnisse so schnell als möglich über Twitter mitteilen.
Ein paar kulturelle Hinweise sollen – neben der Bedeutung des nicht nur schnöden „Mammons“ – nicht fehlen: Das Kunstpalais zeigt seit Januar eine Ausstellung über Otto Herbert Hajek, dessen „Keimzelle Erlangen“ war und die es – auf einer Seite neben Hamburg, Frankfurt und London – zur Besprechung im „Stern“ geschafft hat. Im Stadtmuseum läuft noch bis 4. 3. die in ihrer Breite und Anschaulichkeit grandiose Schau über Erlangens „Weg ins Industriezeitalter“. Im Markgrafentheater hat am 15. Friedrich Dürrenmatts „Versprechen“ Premiere und in der Garage am 10. Paul Pourveurs wahrhaft theatralische Beziehungsgeschichte „Shakespeare is dead – get over it“. Das Kunstmuseum eröffnet am 5. seine „Wunschkunst – Kunstwunsch“-Ausstelllung mit „Desiderata für die Sammlung“. Und der Kunstverein präsentiert ab 8. Malerei und Objekte von Regine Herzog.
Ein Jubiläum gilt es auch zu feiern, und noch dazu ein jahreszeitlich passendes: Der Jazz Band Ball feiert seinen 40. Geburtstag, ist aber noch lange nicht „in die Jahre gekommen“. Am 11. Februar werden sich wieder Narren und Jazzfans in der Lades-Halle zu einer fröhliche Nacht einfinden. Ihnen allen viel Spaß dabei! Apropos Geburtstag: Der Treffpunkt Röthelheimpark feiert seinen 1. Geburtstag. Gratulation also zum guten Start!
Eine „Medieninitiative Erlangen“ klingt in der hoch digital vernetzten Stadt nicht allzu aufregend, aber das Vortragsprogramm, mit dem die Initiative aus der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien startet, ist vom Feinsten. Den Auftakt macht am 15. 2. ein Vortrag von Thomas Knüwer mit dem Titel „Was ist Social Media? Und warum zum Teufel sollte mich das interessieren?“ im Saal der Sparkasse (Werner-von-Siemens-Straße). Die Medieninitiative um fasst Workshops für Schüler und Fortbildungen für Lehrer aller Schularten sowie eine Reihe öffentlicher Vorträge.
Noch eine Anmerkung zum Schluss: Am 3. Februar verleiht die BayernSPD den Josef-Felder-Preis an das Bürgerforum Gräfenberg für ihr couragiertes Eintreten gegen Rechtsextremismus. Auch Erlangen hat wiederholt seine Solidarität mit dem Bürgerforum bekundet. Ich freue mich über diese Auszeichnung für ein beispielhaftes demokratisches Engagement!
Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen für einen schönen (und diesmal sogar einen Tag längeren!) Februar
Ihr
Dr. Dieter Rossmeissl
Berufsmäßiger Stadtrat
Referent für Kultur, Jugend und Freizeit