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Erlangen im Barock
Glanz und Elend der Markgrafenzeit



Eine Ausstellung des Stadtmuseums

10. Mai — 2. August 2009

Die 1686 für französische Glaubensflüchtlinge gegründete Neustadt Erlangen zählt zu den bedeutendsten Planstädten im süddeutschen Raum. Dank der Ansiedlung hugenottischer Manufakturen entwickelte sich die Stadt nach schwierigen Anfangsjahren zu einem wichtigen Handels- und Gewerbeplatz des kleinen Fürstentums Brandenburg-Bayreuth. Mit dem Bau des Schlosses, das als Nebenresidenz und drei Markgräfinnen als Witwensitz diente, hielt die höfische Kultur Einzug in die Stadt, was auch fränkische Adelige bestärkte, sich hier niederzulassen. Erst gegen Ende der Markgrafenzeit stagnierten Einwohnerzahl und Häuserbau.

Die Ausstellung veranschaulicht die Marksteine der Stadtgeschichte und die spannungsreichen Zeitverhältnisse: das höfische und das bürgerliche Leben, Festkultur und Alltag, barocke Prachtentfaltung und die Entbehrungen des gewöhnlichen Lebens – bis hin zu den Notjahren der »Großen Theuerung« 1770 – 1772.

Im Mittelpunkt aber steht die Markgräfin Wilhelmine (1709 – 1758) und ihr Wirken in Erlangen. Von ihren künstlerischen Ideen zeugt noch heute das Markgrafentheater, das sie im Stil des Rokoko umgestalten ließ. Darüber hinaus beförderte sie die Gründung der Universität Erlangen 1743 und trug so zu einer Weichenstellung mit bei, welche die Geschichte der Stadt Erlangen bis heute entscheidend beeinflusst hat.



Führungen durch die Ausstellung finden ab 10. Mai 2009, sonntags um 11 Uhr statt.

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