3. Symposium Jugend und ...virtuelle Welten
Unser drittes Symposium zu jugendspezifischen Themen führte uns in diesem Jahr in die virtuelle Welt der Computer und des Internets. In den Beratungsstellen sind wir Mitarbeiter immer häufiger mit Fragen zum pathologischen Internet- bzw. PC-Gebrauch konfrontiert.
Besorgte Eltern treten in Kontakt zu uns und berichten über ein Abtauchen ihrer Kinder in die künstlichen Welten. Ein Rückzug von anderen Aktivitäten und, häufig damit einhergehend, eine Verschlechterung der schulischen Leistungen werden berichtet. Die Frage nach einem guten Umgang mit den neuen Medien steht im Raum und verlangt nach einer fundierten Antwort.
Auf dem Symposium sollte ein Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen der modernen Computer- und Internetwelt geboten werden. Herr Lutz vom Medienzentrum Parabol führte in die bunte virtuelle Welt ein und zeigte Beispiele der am häufigsten genutzten Spiele und Internetplattformen.
Die wissenschaftliche Sicht des Phänomens beleuchtete Frau Prof. Misek-Schneider von der Fachhochschule Köln. Ihr Vortrag ‚Lost in Cyberspace?’ zeigte mögliche problematische Entwicklungen durch eine frühe und exzessive Computer(be)nutzung, darüber hinaus auch die Chancen des Umgangs mit diesen Medien.
Die Drogenhilfe Köln verfügt bereits seit geraumer Zeit über eine eigens eingerichtete Beratung für Onlinesucht: Dorothée Mücken berät Betroffene und deren Eltern. Sie stellte in ihrem Vortrag Praxiserfahrungen dar und gab Hinweise für eine ‚risikoarme’ Computernutzung. Im vierten Vortrag bot Thomas Zapf, Lehrkraft am Ohm-Gymnasium in Erlangen, einen kritischen Blick auf die Internetnutzung der Jugendlichen, die er im Schulalltag erlebt und leitete daraus Konsequenzen für eine sinnvolle Medienerziehungab.