Bauen und Sanieren (Beratung)
Energieberatung
Die Enegieberatung im Umweltamt der Stadt Erlangen berät Sie zu bauphysikalischen und anlagentechnischen Fragen und Fragen zu diversen Förderprogrammen sowohl bei der Sanierung eines Altbaus als auch im Neubaubereich.
Die Gebäudesanierung
Energiesparende Maßnahmen sind eine Investition in die Zukunft
Die meisten Häuser in Erlangen wurden zu einer Zeit gebaut, als Energieverbrauch kein Thema waren. Sie haben oft ein unbehagliches Wohnklima, belasten seit dem Anstieg der Preise für fossile Energieträger (Heizöl und Erdgas) den Geldbeutel und die Umwelt obendrein. Viele Hauseigentümer ahnen oft nicht, wie leicht und rentabel sie mit den heutigen Möglichkeiten das Wohnklima optimieren, Heikosten senken und die Umwelt entlasten könnten.
Ermittlung des Gebäudeenergiestandards
Der erste Schritt zu einer energetisch und ökonomisch sinnvollen Gebäudesanierung ist die Ermittlung des Gebäudeenergiestandards. Richtwert hierfür ist die sogenannte Energiekennzahl, die sich aus dem Jahresenergieverbrauch errechnet. Der jährliche Energieverbrauch pro Quadratmeter ist eine ähnliche Vergleichsgröße wie der Benzinverbrauch eines Autos pro 100 km.
Energiezahl selbst berechnen
Die Energiekennzahl kann leicht selbst berechnet werden: Der Jahresheizenergieverbrauch wird durch die beheizte Wohnfläche dividiert. Ist in dem Energieverbrauch die Warmwasserbereitung mit enthalten, so werden pauschal 1.000 kWh für jede im Haushalt lebende Person vor der Division abgezogen.
Der Energieverbrauch - am besten sind gemittelte Werte über die letzten Jahre - kann den Rechnungen des Energieversorgers oder der Heizkostenabrechnung entnommen werden. Bei eigenen Ablesungen am Gaszähler oder an der Messanzeige des Öltanks kann der Verbrauch umgerechnet werden: 1 Liter Öl entspricht ungefähr 1 Kubikmeter Erdgas ungefähr 10 kWh. Vergleichen Sie nun Ihre persönliche Energiekennzahl mit den Werten in der folgenden Tabelle:
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Energiekennzahl kWh/m2a |
Bewertung |
Gebäudetyp |
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Bis 20 |
Optimal |
Passivhaus |
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20 - 50 |
Sehr gut |
gutes Niedrigenergiehaus |
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50 - 80 |
Gut |
Energieeinsparverordnung |
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80 - 120 |
Befriedigend |
Wärmeschutzverordnung ´95 |
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120 - 160 |
Verbesserungswürdig |
Wärmeschutzverordnung ´84 |
| 160 - 200 |
Mangelhaft |
Sanierungsbedarf |
| Über 200 |
Ungenügend |
dringender Sanierungsbedarf |
Der durchschnittliche Heizenergieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr beträgt im Gebäudebestand zwischen 220 bis 280 kWh/m2 und Jahr, in Neubauten etwa 100 kWh/m2 und in Niedrigenergiehäusern zwischen 30 und 70 kWh/m2 und Jahr.
Neubau
Planen Sie den Neubau eines Wonhauses, beraten wir Sie zu allen Themen des energieeffizienten Bauens und den entsprechenden Förderprogrammen.
Energiesparhaus 40
Das KfW-Energiesparhaus 60Nach den Förderrichtlinien der Kredit- anstalt für Wiederaufbau (KfW) ist der Standard eines KfW- Energiesparhauses 40 erreicht, wenn der Primärenergie- bedarf nachweislich nicht mehr als
40 kWh pro m² Nutzfläche und Jahr be- trägt. Dies kann über verschiedene Wege erreicht werden. Mit einer sehr großen Solaranlage und sehr guter Wärmedämmung können auch Häuser mit konventioneller Heizung diesen Energiestandard erreichen. Kostengünstiger kommt man zu dem Ziel allerdings, wenn man auf das konventionelle Heizungssystem verzichtet.
Energiesparhaus 60
Nach den Förderrichtlinien der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist der Standard eines KfW-Energiesparhauses 60 erreicht, wenn der Primärenergie- bedarf nachweislich nicht mehr als 60 kWh pro m² Nutzfläche und Jahr beträgt. Dieser Haustyp kann mit einer herkömmlichen Heizungsanlage ausgestattet werden. Eine Lüftungsanlage ist in der Regel nicht erforderlich. Durch den verbesserten Wärmeschutz ist man für zukünftige Energiepreissteigerungen besser gerüstet als beim EnEV-Standard-Haus.
Standardhaus nach Energieeinsparverordnung (EnEV)
Das EnEV-Standard-Haus ist nach den Anforderungen der Energieeinsparverordnung gebaut und stellt somit den heutigen Mindeststandard bezüglich Energiebedarf dar.