Energieeffizienz in Wohngebäuden
Energieoptimierter Neubau von Mehrfamilienhäusern
Seit Mitte der 90er Jahre wurden auch in Erlangen erste Neubauprojekte im Geschosswohnungsbau in Niedrigenergiebauweise, d. h. mit einem Heizwärmebedarf von 25 – 30 % unter dem Anforderungsniveau der damaligen WärmeSchutzVerordnung 95, realisiert:
- Eigentumswohnungsanlage „Öko-Wohnhof“ in Büchenbach-West
- Geschosswohnungsbau im Siedlungsmodell Röthelheimpark
Im Bereich des Geschosswohnungsbaus waren anfangs wenige Projekte zu verzeichnen, die die höheren KfW-Effizienzhaus Anforderungen einhalten:
- 2005 im Röthelheimpark: Internationales Gästehaus als KfW Effizienzhaus 55 (Primärenergiebedarf 40 kWh/m2*a; Fernwärme-Anschluss)
- 2007/2008: Beim Baugebiet „Brucker Bahnhof“: ein großes Mehrfamilienhaus als KfW Effizienzhaus 55 (Primärenergiebedarf 40 kWh/m2*a; Fernwärme-Anschluss)
Im Röthelheimpark wurden in den letzten Jahren generell Mehrfamilienhäuser mit einem Primänergiebedarf < 60 kWh/m2*a (KfW Effizienzhaus 70, günstige Bedingungen, da Fernwärme-Anschluss) realisiert. Das KfW Effizienzhaus 70 ist in letzter Zeit im Geschoss-Wohnungs-Neubau zum Standard geworden. Ab 1. Okt. 2009 wird mit Gültigkeit der EnergieEinsparVerordnung 2009 generell bei verdichteter Bauweise ein Primärenergiebedarf von 60 kWh/m2*a einzuhalten sein.
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Einsatz von Passivhauskomponenten, der Einsatz von kontrollierten Wohnungslüftungsanlagen und innovativer Heizungstechnik in diesem Bereich in breitem Maß durchsetzt.