Museumspädagogik: Christian Leinberger (1706—1770)
Maler, Zeichner, Geometer
Ausstellung vom 14. Mai bis 30. Juli 2006
Informationsveranstaltung für Lehrkräfte:
Mittwoch, 17. Mai, 15—17.30 Uhr
Christian Leinberger gilt als bedeutender Künstler der Barockzeit.
Anlässlich seines 300. Geburtstages zeigt das Stadtmuseum auf der Grundlage neuester Forschungen erstmals eine Ausstellung über Leben und Werk des Erlanger Künstlers, der weit über die Grenzen seiner Heimatstadt tätig war.
Wichtige Anregungen verdankte Christian Leinberger einer Studienreise nach Italien.
Seine beiden Hauptwerke, die Ausgestaltung der Kaiserwahlstube im Frankfurter Römer und die Deckenbilder der Neustädter Kirche in Erlangen sind von Einflüssen dieser Reise mit geprägt.
In seinen reifen Jahren erwies sich der Künstler als brillanter Zeichner. Neben Entwürfen von Deckengemälden sind zahlreiche Illustrationen zu naturkundlichen Werken erhalten. Von vielseitigen Interessen zeugen auch kartographische Arbeiten, mit denen der „Geometer“ bis zu seinem Tod befasst war.
Die Ausstellung bietet Schülern einen exemplarischen Zugang zur Kunst der Barockzeit. Großreproduktionen, großformatige Originale und eine interaktive Diaschau ermöglichen ein gemeinsames Betrachten.
Thematisiert werden dabei:
Allegorie: Am Beispiel des Deckengemäldes aus dem Leimberger-Haus können Aufbau, Funktion und Bildsprache barocker Bildallegorien erarbeitet werden.
Herrschaftsrepräsentation:
Die Ausgestaltung der Kaiserwahlstube im Frankfurter Römer ist ein exemplarisches Beispiel für die Verherrlichung von Herrschaft in der barocken Historienmalerei.
Sakrale Kunst des Barock:
Am Beispiel der Deckengemälde in der Neustädter Kirche lernen die Schüler ein komplexes Bildprogramm kennen, das zentrale Glaubensinhalte der evang.-luth. Theologie veranschaulicht.
Vorbilder:
Vergleiche zeigen die Einflüsse der venezianischen Malerei und Wiener Hofkunst.