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Max Czollek: "Desintegriert euch!"

 

Max Czollek_Desintegriert euch! (c) Hanser

Dienstag, 21.01.20 / 19:30 Uhr / Innenhof

Max Czollek ist dreißig, jüdisch und wütend. Denn hierzulande herrschen seltsame Regeln: Ein guter Migrant ist, wer aufgeklärt über Frauenunterdrückung, Islamismus und Demokratiefähigkeit spricht. Ein guter Jude, wer stets zu Antisemitismus, Holocaust und Israel Auskunft gibt. Dieses Integrationstheater stabilisiert das Bild einer geläuterten Gesellschaft – während eine völkische Partei Erfolge feiert. Max Czolleks Streitschrift entwirft eine Strategie, das Theater zu beenden: Desintegration. Desintegriert euch! ist ein Schlachtruf der neuen jüdischen Szene und zugleich eine Attacke gegen die Vision einer alleinseligmachenden Leitkultur. Dieses furios streitbare Buch ist die Polemik der Stunde.

Max Czollek (c) Peter-Andreas Hassiepen

Max Czollek wurde 1987 in Berlin geboren, wo er bis heute lebt. Bis 2006 besuchte er die Jüdische (Ober-)Schule Berlin und schloss ein Studium der Politikwissenschaften an der FU Berlin an, das er mit einer Promotion am Zentrum für Antisemitismusforschung beendete. Mit Sasha Marianna Salzmann kuratierte er 2016 die Veranstaltung "Desintegration. Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen". Seit 2009 ist er Mitglied des Lyrikkollektivs G13, organisiert gemeinsame Lesetouren und Veröffentlichungen und ist Kurator des internationalen Lyrikprojekts "Babelsprech". Außerdem ist er Mitherausgeber der Zeitschrift "Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart". Im Verlagshaus Berlin erschienen bislang die zwei Gedichtbände "Druckkammern" (2012) und "Jubeljahre" (2015).

Moderation: Prof. Dr. Christine Lubkoll (Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur mit historischem Schwerpunkt an der FAU Erlangen-Nürnberg) und Timo Sestu (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der FU Berlin)

Eine Kooperation des Forum für Integration und interkulturellen Dialog (FAU INTEGRA) und Ethik der Textkulturen der FAU Erlangen-Nürnberg mit der Stadtbibliothek Erlangen.

Der Eintritt ist frei.

Autorenfoto (c) Peter-Andreas Hassiepen

Weiterführende Informationen

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