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100 Jahre Revolution und die Ereignisse der Region

Ausrufung der Räterepublik in Würzburg27. März bis 7. Mai 2019

in der Stadtbibliothek Erlangen

Die Ausstellung erinnert an die heute (fast) vergessene revolutionäre Aufbruchstimmung und den räterepublikanischen „Freistaat Baiern“. Fotos, Kurzbiografien, zeitgeschichtliche Dokumente und Quellentexte geben Auskunft über den „liberalsten Staat, den es je auf deutschem Boden gab“ (Willi Winkler, SZ vom 14.7.08). Auch die Ereignisse in der Region – zum Beispiel die Ausrufung der Räterepublik in Fürth – werden dargestellt.

Eine Ausstellung des Stadtarchivs Aschaffenburg nimmt zentrale Etappen, Themen und Personen rund um die Ausrufung des Freistaats Bayern am Ende des Ersten Weltkriegs, die unblutige Revolution Eisners sowie die nach seinem gewaltsamen Tod ausgerufenen Räterepubliken in den Blick. Ergänzt wird diese Ausstellung mit neuen Tafeln des Vereins zur Förderung alternativer Medien über die Ereignisse in der Region.

Die Ausstellung erinnert an die Ereignisse vor 100 Jahren. In der Regionalgeschichte der Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen zeigt sich die Spannbreite der Reaktionen außerhalb des Münchener Epizentrums. Während sich Fürth für kurze Zeit der Räterepublik anschließt, überwiegt in Nürnberg die Konterrevolution, in Erlangen formieren sich Freicorps.
Mehr denn je ist es notwendig, den weit verbreiteten Deutungen entgegenzutreten, nach denen die revolutionären Ereignisse in Baiern das aussichtslose Unternehmen einiger weltfremder „Caféhausliteraten“ gewesen seien. Nach denen das Blutbad, in dem Militär und rechtsextreme Freikorps die Revolution im Auftrag der Mehrheitssozialdemokratie erstickten, notwendig gewesen sei, um „das Schlimmste“ zu verhindern. Die nahelegen, die Beendigung des Krieges, das Frauenwahlrecht, der 8-Stundentag, die Abschaffung der unterdrückerischen Gesindeordnung u.v.m. wären 1918/1919 auch ohne revolutionären Bruch erreicht worden.
Zu wenig Zeit blieb der Revolution in Baiern. Vieles blieb in den Anfängen: Im Provisorischen Nationalrat waren nur 3% Frauen vertreten. Die Forderung Rosa Kempfs und Anita Augspurgs nach Frauenräten wurde durch die Mehrheit der SPD verweigert. Die konkreten Pläne einer umfassenden Sozialisierung konnten nicht mehr verwirklicht werden. Die Konterrevolution brachte schließlich die „Ordnungszelle Bayern“ hervor, in der der deutsche Faschismus reifen konnte.

Die Ausstellung beleuchtet auch die lokalen Vorgänge im Raum Nürnberg/Fürth/Erlangen und die Rolle von Frauen während der Räterepublik.

Veranstaltungsreihe 100 Jahre Revolution & Räterepublik in Bayern

Veranstalter: gruppo diffuso | Verein zur Förderung alternativer Medien e.V. | feld22.de

kommende Begleitveranstaltungen in Stadtbibliothek:

Ausstellungsführung 100 Jahre Revolution in Bayern

Szenische Lesung von Nadja Bennewitz, Martina Fries & Michael Liebler

 

Weiterführende Informationen

Kontakt

  • Stadtbibliothek Erlangen
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