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Lesetipp Dezember 2012

 

Abschied für Anfänger

Anne Tyler: Abschied für AnfängerKein & Aber 2012

Aaron ist durch eine Virusinfektion in seiner Kindheit halbseitig gelähmt und hat einen Sprachfehler.  Er selbst fühlt sich nicht als Behinderter, bezeichnet sich im Vergleich zu anderen als "weniger Glück gehabt, aber nicht unglücklicher". Sein Leben lang wehrt er sich gegen seine ihn behütende Mutter und große Schwester und weist auch die Fürsorge von Freunden und Bekannten entschieden  zurück.
Als er Dorothy kennenlernt, die keinen Wert auf ihr Äußeres legt, seiner Behinderung völlig nüchtern begegnet und der jegliches  Bemuttern fremd ist, ist sie für ihn die Frau seines Lebens. Sie heiraten und führen eine glückliche Ehe, bis eines Abends während eines völlig unnötigen Ehestreits plötzlich ein Baum auf ihr Haus fällt und Dorothy an den Folgen dieses Unglücks stirbt. Aaron ist völlig fassungslos, unfähig, sich um die Renovierung des Hauses zu kümmern, und als es unbewohnbar wird, zieht er zu seiner Schwester in ihr beider ehemaliges Elternhaus.
Wir begleiten Aaron  durch seine Tage, erleben seinen oft absurden Berufsalltag als Lektor eines kleinen Verlages, der sich auf die Veröffentlichung einer Buchreihe "… für Anfänger" spezialisiert hat, daneben aber auch Memoiren von Sonderlingen herausgibt.
Er vergräbt sich in seinen Kummer und ist unfähig, die oft unbeholfenen Hilfsangebote der Menschen seiner Umgebung anzunehmen. Da erscheint plötzlich wieder Dorothy, ist mal hier, mal dort für kurze Zeit an seiner Seite. Überglücklich nimmt er sie wahr und spricht mit ihr. Diese Gespräche mit Dorothy machen ihm klar, dass er sie während ihres Zusammenlebens oft auch zurückgestoßen hat, erinnern ihn an unnötige Missverständnisse. So wie er Dorothy in manchem zurückgewiesen hat, kann er auch von Freunden nichts annehmen. Als ihm das bewusst wird, kann er Dorothy gehen lassen und sich für andere und damit auch eine neue Beziehung öffnen.
Obwohl dieses Buch von der Trauer um einen geliebten Menschen handelt und vom Verkraften dieses Verlusts, ist es durch die lakonische, humorvolle Sprache und den trockenen Witz der Hauptperson sehr amüsant zu lesen.

Claudia Nägel

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