Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

Lesetipp Mai 2013

 

Das rote Haus

Mark Haddon: Das rote Haus

Das rote Haus ist ein abgelegenes ehemaliges Bauernhaus, das jetzt als Ferienhaus vermietet wird. Hier verbringen zwei Familien eine Woche Urlaub miteinander. Angela und Richard sind Geschwister. Nach einer schwierigen Kindheit, die geprägt war durch den frühen Tod ihres Vaters und dem Aufwachsen bei ihrer alkoholkranken Mutter, haben sie sich aus den Augen verloren. Nun, nach dem Tod ihrer schwerkranken Mutter, um die sich die letzten Jahre allein Angela kümmerte, lädt Richard sie mit ihrer Familie zu diesem Urlaub ein. So treffen 8 Personen aufeinander: Richard, der nach gescheiterter Ehe erst kürzlich wieder geheiratet hat mit seiner neuen Frau Louisa und deren Tochter Melissa, einem attraktiven Teenager, sowie Angela und ihr Mann Dominic, die sich nach langjähriger Ehe auseinandergelebt haben mit ihren drei Kindern Alex, 17, Daisy, 16, und Benjy, 8.

Es wird kein unbeschwerter Urlaub, jede der Personen ist mit ihren Sorgen und Geheimnissen beschäftigt. So trauert Angela um ihre erste totgeborene Tochter, die in dieser Woche 18 Jahre alt geworden wäre und vergisst darüber fast ihre wirkliche Tochter, die sie dringend braucht. Richard und Louisa lernen sich von einer neuen Seite kennen, Tochter Melissa ist mit einem von ihr anzettelten Mobbingfall beschäftigt und Dominics Geliebte versucht ständig mit ihm Kontakt aufzunehmen. Das Aufeinandertreffen der drei Teenager verursacht zusätzlich oft eine explosive Stimmung.

Trotz aller räumlichen Nähe bleiben sich die beiden Familien doch fremd. Am Ende bleibt die Feststellung von Dominic: „Wir haben es geschafft, ohne einander umzubringen“.

Der Roman ist fast ein Kammerspiel, Haddon schreibt in poetischer Sprache und lässt den Leser durch ein ständiges Wechseln der Perspektive direkt an den Gedanken der einzelnen Personen teilnehmen. Das erfordert zwar Konzentration beim Lesen, macht aber den Reiz des Buches aus und belohnt den Leser mit einer ungewöhnlichen Nähe zu den Personen.

Claudia Nägel

Weiterführende Informationen

Kontakte

Kontakt

  • Stadtbibliothek Erlangen
    Marktplatz 1 (Eingang: Hauptstr.)
    91054 Erlangen
    Tel +49 9131 86-2282
    Fax +49 9131 86-2431
    E-Mail senden
    Website

Öffnungszeiten

Mo, Di, Do, Fr 10:00 - 18:30 Uhr
Sa 10:00 - 14:00 Uhr
Mi, So geschlossen