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Lesetipp November 2013

 

Gudmundsson

Einar Már Gudmundsson: Vorübergehend nicht erreichbar

Einar und Eva können beide auf eine langjährige Suchterfahrung mit Drogen und Alkohol zurückblicken, als sie sich ineinander verlieben. Kaum ist Eva mit ihren beiden Kindern bei Einar eingezogen, wird dieser beim Dealen verhaftet. Das ist die Ausgangsposition dieses Briefromans, in dem sich Eva und Einar während Einars Haft berührende Briefe voller Sehnsucht nach dem anderen schreiben. Sie erzählen und reflektieren darin aber auch ihre Kindheit und den Absturz in die Welt der Drogen. Obwohl ihre Umwelt sie schon aufgegeben hat, finden sie aufgrund ihrer Liebe den Willen und die Kraft, ihr Leben zukünftig ohne Drogen zu meistern.

Am Anfang seiner Haft schreibt Einar einen Brief an seinen Namensvetter Einar Már, einem von ihm bewunderten bekannten Schriftsteller. Diesen trifft er nach seiner Haftzeit bei einem Treffen der Anonymen Alkoholiker und übergibt ihm in Folge seinen Briefwechsel mit Eva. So schiebt der Schriftsteller Einar zwischen die Briefe seine Erfahrung mit seiner eigenen Alkoholkrankheit ein, die er sich nach langem Leugnen endlich eingestehen muss.

Diese doppelte Handlung mit den beiden Einars erfordert vom Leser einige Konzentration, trotzdem ist das Buch sehr berührend in der Schilderung einerseits der Liebesgeschichte, andererseits der zerstörerischen Wirkung der Drogen und dem Selbstbetrug der Süchtigen.

Claudia Nägel

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