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Lesetipp Januar 2014

 

Die Liebe zu Rosen und Dornen

Dilloway, Margaret: Die Liebe zu Rosen mit Dornen

Die etwas verschrobene Biologielehrerin Galilee liebt Rosen über alles. Ihr einsames, zurückgezogenes Leben, das aus Dialyse, Unterricht und Rosenzucht besteht, wird durcheinandergewirbelt, als sie die Betreuung ihrer Nichte Riley übernehmen soll. Das Leben mit einem pubertierenden Teenager, der Unterricht, die Aufenthalte in der Dialysestation des Krankenhauses und das Warten auf eine Nierentransplantation bringen sie an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Unterstützung erhält sie von ihren Eltern, die sich wegen ihrer Nierenkrankheit schuldig fühlen, und dem neuen Chemielehrer. Ganz allmählich überträgt Galilee ihre Liebe und Fürsorge, die bisher nur ihren Rosen vorbehalten waren, auf ihre Mitmenschen. Dieser schöne, ruhige Roman beschreibt äußerst berührend und feinfühlig den Wert des Lebens, der Gesundheit und der Familie. Nebenbei und unaufdringlich erfährt der Leser Interessantes über Organspende und Rosenzucht. Es ist ein sehr emotionales und ergreifendes Buch, das man nicht so leicht vergisst.

Ein weiteres „schönes“, literarisch anspruchsvolles Buch ist der Debütroman von Favel Parrett: Jenseits der Untiefen. Er handelt von den Brüdern Joe, Miles und Harry, die nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrem alkoholabhängigen Vater aufwachsen. Ihr Leben ist hart und entbehrungsreich, entspannen können die beiden älteren Brüder nur beim Surfen an der tasmanischen Küste, während der Jüngste Strandgut sammelt. Die Brüder versuchen sich gegenseitig zu helfen und dem achtjährigen Harry wenigstens etwas Geborgenheit und Sicherheit im brutalen Alltag mit dem gewalttätigen, alkoholkranken Vater zu geben. Kein leichtes Buch, aber ein literarischer Leckerbissen! Die karge, schnörkellose Sprache spiegelt die düstere und bedrohliche Stimmung meisterhaft wider und lässt Raum für die Phantasie des Lesers.

Christine Lenhart

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