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Lesetipp April 2014

Raul Aguayo-Krauthausen: Dachdecker wollte ich eh nicht werden

Raul Aguayo-Krauthausen: Dachdecker wollte ich eh nicht werden

„ ‚Mir stellt sich die Frage, ob ich nach der Zehnten nicht abgehe.’ Meine Mutter legte ihren Stift beiseite. ‚Also kein Abitur? Und was hast du dir stattdessen überlegt?’ ‚Keine Ahnung …’ Sie schaute mich ernst an. ‚Du musst kein Abitur machen. Aber dir muss klar sein: Dachdecker kannst du auch nicht werden.’“

Der junge Raul Aguayo-Krauthausen beschließt, doch weiter auf der Schule zu bleiben.

Aber warum denn auch nicht? Weil die Schule in der Pubertät zu einem Problem für Raul wird, der aufgrund seiner Glasknochen auf den Rollstuhl angewiesen ist. Jetzt sind Partys angesagt und Kuschelrock. Die Mädchen tanzen mit den anderen und umarmen ihn nicht.

Einfacher geht es mit dem PC, den Spielen und den Nerds in diesem Umfeld. Hier findet der junge Raul Gleichgesinnte. Er möchte seine Behinderung nicht thematisieren und muss es auch nicht. Später macht er die Erfahrung, dass es gut tut, mit vertrauten Personen darüber zu sprechen.

Er macht noch viele Erfahrungen:

  • Beziehungen sind möglich im gesamten Spektrum von traurig bis wunderbar.
  • WG-Leben ist möglich.
  • Er ist gut als Moderator. Eine Freundin sagte wohl einmal: „Niemand kann so gut quatschen wie du.“
  • Er ist ein kreativer und zugleich pragmatischer Mensch, der Dinge in Bewegung bringen kann.

Er trifft einen „Berufsbehinderten“, der ihn nachdenklich werden lässt und ihn zu einer Teilnahme an Sendungen zum Thema Behinderung bewegt.

Raul Krauthausen gründet die Sozialhelden, erhält das Bundesverdienstkreuz, bringt das Projekt „wheelmap“ auf den Weg. Leidmedien.de und Selfpedia.de – alles Projekte aus der Feder von Raul Krauthausen.

Und er schreibt dieses Buch. Im Nachwort heißt es: „Mir war es wichtig zu zeigen, dass eine Behinderung zu haben nur eine von vielen Eigenschaften ist.“

Das ist ihm gelungen. Die Stadtbibliothek Erlangen schätzt sich glücklich, dass Raul Krauthausen zugesagt hat, sein Buch vorzustellen, sodass wir ihn kennen lernen können. Er liest am 29.10.2014 abends in unserem Innenhof aus „Dachdecker wollte ich eh nicht werden.“

Anne Reimann (Bibliotheksleiterin)

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