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Lesetipp Mai 2014

Die Bewohner von Drummond Square

Daniel Clay: Die Bewohner von Drummond Square

Für Bob Oswald, dem alleinerziehenden Vater von fünf Töchtern, ist Gewalt die einzige Möglichkeit, Probleme zu lösen und so lähmen die Oswalds entweder durch Gewalt oder falsche Beschuldigungen zunehmend die Menschen in ihrer Umwelt, bis schließlich das Leben von drei am Drummond Square lebenden Familien völlig aus den Fugen gerät.

Die elfjährige Skunk wird Zeugin, wie Bob Oswald den Nachbarjungen Rick Buckley brutal zusammenschlägt, weil seine 13-jährige Tochter fälschlicherweise behauptet hat, von diesem missbraucht worden zu sein. Rick, der auch schon vorher ein Außenseiter war, ist seit diesem Ereignis schwer psychisch gestört und wird von der Umwelt nur noch "Broken" genannt. Weder er noch seine Familie erhalten die dringend notwendige professionelle Hilfe, die Familie zerbricht. Broken begeht am Ende eine schreckliche Tat, infolge derer Skunk im Krankenhaus im Koma zwischen Leben und Tod schwebt. Von hier aus reflektiert sie als Rahmenhandlung die Ereignisse des letzten Jahres.

Wir begleiten Skunk in ihrem Alltag Zuhause und in der Schule, wo sie sich in ihren Lehrer verliebt, der zugleich auch der Freund ihres Kindermädchens ist. Ihre immer drängender werdenden Probleme mit den Oswald-Schwestern, deren Schutzgeldforderungen sie nicht mehr bedienen kann, verschweigt sie zu Hause, da sie ihren Vater nicht in einen Krieg mit Bob Oswald schicken will. Am Ende fiebern wir mit, ob Skunk sich für den Tod oder das Leben entscheiden wird und teilen ihre Gedanken, dass letztlich auch das Schreckliche nur aus Liebe geschehen ist.

Der Roman schlägt sozialkritische Töne an und zieht den Leser trotz der geschilderten Gewaltszenen in seinen Bann. Er schildert die Ereignisse so, dass man sich den handelnden Personen sehr nahe fühlt und atemlos bis zum Schluss weiterliest.

Claudia Nägel

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